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AHA!

16.12.2009
  
  
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"Streifen machen schick und schlank" haben sich die Trickfilmzeichner wohl gedacht und den Bienen jeweils modische Streifen verpasst. Doch das ist leider nicht biologisch korrekt! (Bild: Shutterstock)

WARUM HABEN BIENEN GELBE UND SCHWARZE STREIFEN?

(Frage von Member Anna, Antwort von Member Juli22)

Bienen haben – entgegen dem weit verbreiteten Irrtum – gar keine schwarzen und gelben Streifen.

Member Juli22 hat das schon sehr gut erklärt:

„Wir sind durch Biene Maja leider etwas verwirrt worden, was das Aussehen von Bienen angeht. Bienen haben KEINE schwarzgelben Streifen! Sie haben ein bräunlichgelbes Muster auf dem Rücken und ein pelziges ,,Fell"; also kein Fell, sondern so eine art ,,Haut", und das sind ihre Warnfarben, da eine Biene ja im Notfall stechen kann, will sie vorher ihre potenziellen Gegner schon warnen. (Die Schwebefliege kopiert übrigens dieses Muster, obwohl sie gar nicht giftig ist - der Trick geht auf: viele Menschen schlagen wild um sich, wenn sie eine Schwebefliege in schwarz/gelb sehen, weil sie denken, dass sie giftig ist.)“

Wir möchten die Antwort noch etwas präzisieren: Und zwar sprechen wir hier von der Westlichen Honigbiene, auch Europäische Honigbiene genannt. Ursprünglich „summte“ sie v.a. durch Europa, Afrika und den Nahen Osten. Weil sie den für uns schmackhaften Honig als Nahrung für ihre Larven sammeln, verbreiteten die Menschen sie weltweit.

Und die Bienenfarbe?

Eigentlich ist die Grundfarbe unserer Honigbienen braun, wobei v.a. die ersten Segmente des hinteren Thorax (Brustbereich) auch gelblich gefärbt sein können. Zudem besitzen die Hinterleibsegmente eine helle, filzartige Haarbinde. Daher also der Irrtum mit den Streifen…

Dass die Bienen ein „pelziges Fell“ haben, wie SimplyScience Member Juli22 schreibt, ist übrigens ganz richtig: Die Tiere sind gelbbräunlich behaart.

Gelbschwarze Warnfärbung

Zwar ist die Biene nicht gelb-schwarz gestreift, dennoch besitzt sie die Warnfarben gelb und schwarz. Mit den Farben gibt sie zu verstehen, dass sie gefährlich ist – also stechen kann. Manche Tiere lernen, dass diese Warnfarben Gefahr bedeuten. Andere werden mit diesem Wissen bereits geboren.

Bei Bienen und Wespen gilt übrigens gleichermassen: Wenn der Stechapparat verloren ist, wird das Tier sterben. Allerdings können Wespen den Stachel theoretisch wieder herausziehen, Bienen nicht. Übrigens: Bei einem Bienenstich gibt der Stachel weiter Gift ab, auch wenn die Biene schon wieder weg ist. Also im Falle eines Stichs schnell den Stachel herausziehen.

 

Quelle: Redaktion SimplyScience