AHA!

Noch ist die Haut rot, bald pellen sich die obersten Hautschichten ab (Bild: Shutterstock).
WARUM PELLT DIE HAUT NACH EINEM SONNENBRAND?
Weil die energiereichen Sonnenstrahlen unsere Hautzellen zerstören.
Die Sonne nimmt in der Mythologie fast aller Kulturen eine einzigartige Stellung ein. Als Ursprung des Lichts gilt die Sonne als Kraftspender und Quelle für das Leben auf Erde. Doch sie birgt auch Gefahren.
Die warmen Strahlen der Sonne bringen unseren Kreislauf in Schwung und versorgen die Haut und die Organe. Glückshormone werden freigesetzt – wir fühlen uns besser und leistungsfähiger. Doch woraus bestehen Sonnenstrahlen überhaupt?
Die Sonnenstrahlen
Sonnenstrahlen sind elektromagnetische Strahlen mit unterschiedlicher Wellenlänge und setzen sich zusammen aus:
- 50% sichtbarem Licht, das für Helligkeit und Farbe sorgt
- 44% Infrarotstrahlen, welche Haut und Muskeln erwärmen
- 6% ultravioletten (UV-)Strahlen, die weder sichtbar noch unmittelbar spürbar sind
Sonneneinstrahlung hebt unsere Stimmung und ist notwendig, damit unser Körper genügend Vitamin D produzieren kann. Doch bei all den positiven Wirkungen hat die Sonne auch ihre Schattenseiten: Die meisten Schäden an unserer Haut gehen auf die Sonneneinstrahlung, genauer auf die UV-A- und UV-B-Strahlung zurück.
Wie können die UV-Strahlen schaden?
Die ultravioletten Strahlen haben eine kürzere Wellenlänge als sichtbares Licht und Infrarotstrahlung. Sie haben deshalb besonders viel Energie und können Haut und Augen schädigen. UV-Strahlen werden in drei Teilbereiche gegliedert:
- UV-A-Strahlen (95%): Diese bräunen die Haut oberflächlich. Sie dringen in die oberste Hautschicht ein und sorgen für eine frühzeitige Hautalterung. Zudem sind sie für die Entstehung von Sonnenallergien verantwortlich. Sie können die DNA (Erbsubstanz) der Hautzellen indirekt schädigen und das Risiko für Hautkrebs erhöhen.
- UV-B-Strahlen (5%): sind energiereicher und aggressiver als UVA-Strahlen. Sie dringen zwar nur bis in die Oberhaut, verursachen aber dort den gefährlichen Sonnenbrand. Sie können die DNA direkt schädigen und den Reparaturmechanismus der Haut überfordern. UV-B-Strahlen fördern das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.
- UV-C-Strahlen: Diese dringen nicht bis zur Erdoberfläche vor, da sie von der Ozonschicht absorbiert werden.
Kurzum, zu intensive Sonnenstrahlung zerstört die Erbinformation unserer Hautzellen. Gerade die obersten Zellen unserer Haut erneuern sich aber normalerweise ständig. Können sie die Schäden nicht reparieren, sterben grosse Mengen auf einmal ab: Unsere Haut pellt sich.
Wie kann man sich vor den Strahlen wirksam schützen?
Bis zu einem gewissen Grad kann sich die Haut selbst gegen die gefährliche Wirkung der Sonnenstrahlen schützen. „Eigenschutzzeit“ heisst diese Zeitspanne, die man in der Sonne verbringen kann, ohne dass eine Hautrötung auftritt. Dieser Schutz ist aber bei jeder Person unterschiedlich stark ausgeprägt und insgesamt von kurzer Dauer. Die Eigenschutzzeit der Haut ist abhängig vom Hauttyp. Hier kannst du deinen Hauttyp und deine Eigenschutzzeit bestimmen.
Zusätzlicher Schutz ist erforderlich
Die natürlichen Schutzmechanismen der Haut reichen heute nicht mehr aus, um unsere Haut vor der energiereichen Strahlung der Sonne gesund zu erhalten. Zusätzlicher Schutz ist dringend erforderlich. Hier findest du Tipps für den optimalen Schutz: Krebsliga Schweiz.
Quelle: Redaktion SimplyScience.ch