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AHA!

12.03.2010
  
  
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Auf der Vulkaninsel Lipari steigt ein Gemisch von Schwefelwasserstoff und anderen Dämpfen aus Erdspalten auf und hinterlässt gelbe Schwefelablagerungen (Bild: Shutterstock).
Auf der Vulkaninsel Lipari steigt ein Gemisch von Schwefelwasserstoff und anderen Dämpfen aus Erdspalten auf und hinterlässt gelbe Schwefelablagerungen (Bild: Shutterstock).

WARUM STINKT EIN VULKAN NACH FAULEN EIERN?

Der typische Geruch nach faulen Eiern in der Nähe von Vulkanen wird durch ein Gas namens Schwefelwasserstoff verursacht.

Ein aktiver Vulkan stösst bei einem Ausbruch nicht nur Lava aus. Im Schlot des Vulkans steigt ausserdem Gesteinsschmelze auf und setzt Gase frei. Eines dieser Gase ist der übelriechende, stark giftige Schwefelwasserstoff. Das Gas tritt aus verschiedenen Vulkanöffnungen und Erdspalten in der Nähe des Vulkans aus. Man kann also auch an seinem Fuss stehen und den Gestank trotzdem wahrnehmen.

Sehr giftig!

Schwefelwasserstoff ist äusserst giftig – wenn man zuviel davon einatmet, stirbt man an einer Lähmung der Atemwege. Panik in der Nähe eines Vulkanes ist aber trotzdem nicht angesagt: Solange man das Gas noch riechen kann, ist seine Konzentration noch zu gering, um tödlich zu sein. Richtig gefährlich wird es erst, wenn man nichts Übles mehr riecht. Denn das Gas hat die Eigenschaft, bei hoher Dosis die Geruchsrezeptoren zu betäuben.

Nicht nur negativ

Trotz seiner Giftigkeit hat Schwefelwasserstoff auch positive Eigenschaften. In geringen Mengen dem Quellwasser beigegeben, kann es bei Hautkrankheiten heilend wirken. Das ist auch der Grund für den schwefligen Geruch in einigen Kurbädern. Schwefelwasserstoff kann noch mehr: Er erweitert die Blutgefässe und senkt so den Blutdruck. Da Schwefelverbindungen auch in Knoblauch enthalten sind, soll der regelmässige Verzehr der Knolle Herzerkrankungen und Bluthochdruck vorbeugen können.

Und die Eier?

Was haben nun die faulen Eier mit dem Schwefelwasserstoff zu tun? Wenn schwefelhaltige Biomasse verfault, also durch Bakterien und enzymatische Prozesse abgebaut wird, entsteht ebenfalls Schwefelwasserstoff. Gerade Eier enthalten viele schwefelhaltige Aminosäuren, aber auch Schlamm oder Tierkadaver verdanken diesem Abbauprozess den strengen Geruch. Kleine Mengen Schwefelwasserstoff entstehen auch beim Verdauungsvorgang im Darm und entweichen meist im falschen Augenblick …

Quelle: SimplyScience Redaktion