Nährstoffe für den Körper

Bei den meisten Lebensmitteln stehen an der Verpackung die Nährstoffangaben (Bild: Shutterstock).
Ohne Eiweisse, Kohlenhydrate und Fette kann unser Körper nicht funktionieren. Diese drei liefern die Grundbausteine für viele verschiedene lebenswichtige Vorgänge in unserem Körper.
Unsere Nahrung besteht grob aus den drei Bestandteilen Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette. Sie alle haben spezielle Aufgaben und Eigenschaften, die dem Körper helfen, gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Energie aus Zucker und Stärke
Kohlenhydrate sind sozusagen die Treibstoffe des Körpers. Aus ihnen bezieht er die Energie, um sich zu bewegen und um die Körperprozesse in Gang zu halten. Die bekanntesten Kohlenhydrate sind die Zucker. Traubenzucker beispielsweise wird vom Körper sehr schnell aufgenommen und gibt daher kurzfristig schnell Energie. Kristallzucker ist chemisch komplizierter aufgebaut: Der Körper braucht deshalb länger, bis ihm die Energie daraus zur Verfügung steht.
Andere Kohlenhydrate sind chemisch noch komplexer aufgebaut. Sie werden im Darm nur langsam abgebaut und versorgen den Körper über lange Zeit mit Energie. Sie geben deshalb auch länger ein Gefühl der Sättigung. Ein Beispiel dafür ist die Stärke in Getreideprodukten oder Kartoffeln.
Eiweisse halten den Körper am Laufen
Die Eiweisse – in der Fachsprache Proteine genannt – sind wichtige Baustoffe für alle Zellen des Köpers. Sie werden beispielsweise gebraucht für den Aufbau von Haut, Haaren, Muskeln, Organen, aber auch für unsere roten Blutkörperchen und Hormone sowie für viele andere lebenswichtige Funktionen im Körper.
Viele der benötigten Aminosäuren kann der Körper auch selbst produzieren. Einige allerdings nicht, das sind die sogannten essentiellen Aminosäuren. Wir müssen sie deshalb mit der Nahrung aufnehmen. Eiweisse kommen in grossen Mengen in tierischen Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch, Milch oder Eiern vor, aber auch in Nüssen, Erbsen, Getreide und Kartoffeln.
Energievorrat und wichtige Bestandteile der Zellen
Fette - auch Lipide genannt - dienen dem Körper sowohl als Energiequelle wie auch als Baustoffe wichtiger Organe wie Haut, Gehirn und Nervensystem. Zellwände zum Beispiel sind aus Fettbestandteilen aufgebaut. Bei der Verdauung werden die in der Nahrung enthaltenen Fette so aufgespaltet, dass sie entweder sofort in den Muskeln als Energiequelle und zur Wärmebildung dienen oder im Fettgewebe als Energievorrat eingelagert werden.
Fette kommen beispielsweise in Ölen, Nüssen, Fleisch, Fisch und Milch vor. Einige dieser Fette sind für den Körper lebensnotwendig, da er sie nicht selbst herstellen kann – das sind die essentiellen Fettsäuren. Ein Beispiel für eine solche essentielle Fettsäure ist die Omega-3-Fettsäure. Sie kommt in vielen Meeresfischen und Pflanzenölen vor. Der Körper benötigt sie für die gesunde Funktion von Nervensystem und Gehirn, aber auch als Entzündungshemmer.
Fette sind auch ein wichtiger Träger für Aromen und die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.
Quellen: Jugend und Wirtschaft, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE, DSM