Produktion von Lebensmitteln

Weizen gehört zu den Grundnahrungsmittel des Menschen (Bild: Shutterstock).
Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, und all diese müssen ernährt werden. Das stellt die Landwirtschaft vor eine grosse Herausforderung. In den letzten Jahrzehnten haben die Erträge pro Fläche deutlich zugenommen.
Die heutige Vielfalt an Lebensmitteln ist enorm. Noch vor wenigen Jahrzehnten kam fast ausschliesslich auf den Tisch, was in der näheren Umgebung gedieh. Im Winter waren die Menschen dann auf Lebensmittel angewiesen, die lange haltbar waren.
Dank verschiedenen Konservierungsmethoden wie Einkochen, Räuchern oder Lufttrocknen war das Angebot im Winterhalbjahr aber doch einigermassen abwechslungsreich.
Frischprodukte übers ganze Jahr
Heute sind sehr viele Frischprodukte fast das ganze Jahr über erhältlich. Zum einen erlauben moderne Konservierungsmethoden, dass viele Lebensmittel praktisch jederzeit auf den Tisch kommen können. Zum anderen importieren wir rund um das Jahr Lebensmittel aus anderen Ländern und Klimazonen.
Unsere Nahrungsmittel stammen heute zu einem beträchtlichen Teil aus dem Ausland. Die einheimischen Bauern erzeugen etwa drei Fünftel aller Lebensmittel, die in der Schweiz konsumiert werden. Die anderen zwei Fünftel stammen aus dem Ausland.
US-Spargeln und Vietnam-Fische
So kommen die meisten Orangen und Mandarinen aus Spanien zu uns. Trauben stammen vorwiegend aus Italien, Tomaten beziehen wir oft aus Marokko. Spargeln stammen zu einem sehr grossen Teil aus den USA und mehr als ein Viertel der importierten Süsswasserfisch-Filets gelangen aus Vietnam zu uns. Diese Lebensmittel werden per Schiff, Flugzeug, Bahn oder Lastwagen zu den Grosshändlern und schliesslich in die Läden transportiert.
Ein wichtiger Grund für den Import ist, dass gewisse Nahrungspflanzen bei uns nicht angebaut werden können, weil sie beispielsweise sehr viele Wärme benötigen. Importiert wird auch, weil die gewünschten Lebensmittel bei uns nicht in ausreichender Menge vorhanden sind. Und ein weiterer Grund ist der Preis: Vielfach sind Lebensmittel aus dem Ausland billiger als bei uns produzierte.
Die Schweiz exportiert wenig
Die Menge der importierten Lebensmittel ist ziemlich eindrücklich: Die jährlichen Gemüseeinfuhren aus Frankreich zum Beispiel entsprechen 1900 vollbeladenen Lastwagen. Die Früchteimporte aus Italien würden einen über 100 km langen Güterzug füllen. Und die Hühnerbrüste aus Brasilien, die in der Schweiz gegessen werden, füllen 66 der grössten zivilen Frachtflugzeuge pro Jahr.
Umgekehrt führt die Schweiz nur wenig Lebensmittel aus. Einzige Ausnahme sind die Milchprodukte. Etwa ein Zehntel der Schweizer Milchprodukte gehen ins Ausland.
Quelle: Jugend und Wirtschaft