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Bakterien: Helfer und Schädling

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Der Name Bakterium kommt aus dem griechischen und bedeutet
Der Name Bakterium kommt aus dem griechischen und bedeutet "Stäbchen", denn so sehen sie auch aus (Bild: Shutterstock).

Einige Bakterienarten helfen uns bei der Verdauung. Andere aber lassen uns krank werden. Dank der Entdeckung der Antibiotika können viele bekämpft werden.


Es gibt eine riesige Anzahl an Bakterien. Der grösste Teil ist harmlos oder für den Menschen sogar nützlich: Sie leben beispielsweise im menschlichen Darm und helfen bei der Verdauung mit.

Im Gegensatz zu Viren können sich Bakterien ausserhalb des Menschen fortpflanzen. Ihre Erbinformation – die DNA – ist aber nicht in einem speziellen Zellkern untergebracht wie bei Tieren und Pflanzen, sondern schwimmt frei in der Zelle herum.

Tödlicher Winzling

Viele der Bakterien schädigen zwar unseren Körper, die Krankheiten sind aber nicht tödlich. Zu diesen gehören beispielsweise Karies oder Wundinfektionen. Einige Viren sind weniger harmlos: Die von Bakterien verursachten Erkrankungen wie Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung können auch heute noch tödlich enden, wenn sie nicht richtig behandelt werden.

Krankheiten wie Tuberkulose, Cholera oder die Pest forderten in Europa im Mittelalter viele Menschenleben. Dank den verbesserten Hygienemassnahmen sind diese Krankheiten heute in vielen Ländern fast ausgestorben. In armen Ländern jedoch brechen sie hin und wieder aus.

Kleine Entdeckung rettet heute viele Menschenleben

Bakterien können seit einigen Jahrzehnten mit den so genannten Antibiotika bekämpft werden. Diese töten die Bakterien oder hindern sie an der Vermehrung. Das erste Antibiotikum – das Penicillin – wurde 1929 vom britischen Bakteriologen Alexander Fleming zufälligerweise entdeckt. Diese Entdeckung war ein grosser Schritt in der Medizingeschichte. Erstmals konnten nun bakterielle Krankheiten geheilt werden.

Antibiotika hemmen den Aufbau oder verändern die Durchlässigkeit der Bakterienzellwände, oder sie greifen in den Stoffwechsel der Bakterienzelle ein. Ein Problem bei der langfristiger Anwendung von Antibiotika: Krankheitserreger können gegen das Mittel resistent werden. Geschieht das, so wirkt das Antibiotikum nicht mehr. In einem solchen Fall braucht der Patient ein anderes Mittel, das die Krankheitserreger wirksam bekämpft.

Quelle: Jugend und Wirtschaft, Bundesamt für Gesundheit