Mit Laserscannern Oberflächen abtasten

Solothurn im Jahr 1830: Das Modell wird mit einem Laserscanner von Hand vermessen (Bild: Inst. Vermessung und Geoinformation der FHNW).
Berge und Täler, jede Landschaft hat ein einzigartiges «Profil». Laserscanner können dieses abtasten und digitalisieren. Aus dieser Information kann dann ein virtuelles dreidimensionales Bild erstellt werden.
Mit «Google Earth» lassen sich nicht nur Satelliten- und Luftbilder betrachten, sondern es sind auch bereits virtuelle Spaziergänge durch reale Städte möglich. Wie werden diese virtuellen Abbildungen der Realität geschaffen? Zum Beispiel mit Laserscanning. Dazu wird – im Falle einer Stadt – ein Laser auf der Unterseite eines Flugzeugs eingebaut. Während das Flugzeug nun über die Stadt fliegt, tastet der Laser das Profil ab. Aus der Zeit, welche der Laser vom Flugzeug zum Boden und wieder zurück benötigt, lässt sich die Distanz berechnen.
Da gleichzeitig auch die Position des Flugzeugs bekannt ist, werden Daten zum Aufbau und zur Struktur der Oberfläche – in unserem Fall die Oberfläche einer Stadt – gesammelt. Am Computer und mit der geeigneten Software werden die Daten dann so zusammengesetzt, dass ein virtuelles dreidimensionales Bild entsteht. Je mehr Punkte der Laserscanner ausgemessen hat, desto genauer ist das Bild.
Für kleinere Objekte, beispielsweise für historische Modelle von Städten, braucht es natürlich kein Flugzeug. Man verwendet Laserscanner, die von Hand geführt werden.
Solothurn im Jahr 1830
Seit kurzem kann auf «Google Earth» virtuell durch Solothurn im Jahr 1830 spaziert werden. Geomatikstudenten der Fachhochschule Nordwestschweiz haben dazu, ein historisches Modell der Stadt ausgemessen und fürs Internet bearbeitet. Eine grosse Arbeit, die sich gelohnt hat. Mehr dazu gibt es im Technoscope 1/09.
Quellen: Technoscope 1/09 , swisstopo