Luftschadstoffe aus fossilen Treibstoffen

Bessere Luft trotz mehr Verkehr dank Katalysator. (Bild: Shutterstock)
Stoffe aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe belasten die Luft und heissen deshalb Schadstoffe. Dank technischen Massnahmen ist die Luft heute besser als vor 30 Jahren.
Bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe entstehen Stoffe, welche die Umwelt belasten und giftig sein können. Sie heissen deshalb Schadstoffe. Dazu gehören der Feinstaub (Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer), Ozon sowie Stickoxide. Weitere Luftschadstoffe sind flüchtige organische Verbindungen (kurz VOC), Benzol, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Ammoniak. Die Wirkungen dieser Schadstoffe auf Lebewesen sind unterschiedlich. Ozon beispielsweise reizt die Schleimhaut der Atemwege, Kohlenmonoxid führt zur Erstickung und Benzol ist krebserregend. In einer sauberen Luft haben Schadstoffe nichts verloren. Um Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden, wurden in der Schweiz Grenzwerte festgelegt und Massnahmen umgesetzt.
Bessere Luft als vor 30 Jahren
Bis in die 1980er-Jahre bliesen Autos und Lastwagen alle Abgase ungefiltert aus dem Auspuff. Zudem enthielten Treibstoffe recht viel Schwefel und Benzin wurde Blei zugesetzt. Dies blieb nicht ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt. Das Phänomen des Waldsterbens war ein grosses Thema und führte zu Massnahmen um Schadstoffe aus Autoabgasen zu verbannen. Dazu zählt der 3-Wege-Katalysator, wodurch die Emissionen von Stickoxiden, aber auch Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid bei Benzinmotoren massiv gesenkt werden konnten. Da die Katalysatoren durch Schwefel und Blei vergiftet werden, ist gleichzeitig auch das Benzin sauberer geworden.
Heutzutage sind moderne Benzin- und Erdgasfahrzeuge so sauber, dass sie Fahrzeuge praktisch nicht mehr zur Luftverschmutzung beitragen. Bei den Dieselfahrzeugen erfolgt der Umbruch erst heute. Die Abgasreinigungstechnologie mit Partikelfiltern und Entstickungssystemen werden jetzt im Markt eingeführt. So dürfen auch Dieselfahrzeuge bald als sehr sauber gelten. Wie wenig Schadstoffe heutige Fahrzeuge im Vergleich zu älteren produzieren, lässt sich einfach feststellen, wenn im dichten Verkehr ein altes Auto oder Motorrad vorbeifährt: man riecht nur dieses (und es stinkt ziemlich). Die Luft ist trotz wesentlich mehr Verkehr heute besser als vor 30 Jahren.
CO2 – der etwas andere Schadstoff
In den letzten Jahren hat sich der Fokus weg von den eigentlichen Luftschadstoffen hin zum Kohlendioxid (CO2) gerichtet. CO2 gilt als das Treibhausgas schlechthin. Der Ausstoss an CO2 soll daher begrenzt werden, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegen zu wirken.
Die Europäische Union etwa plant ab 2012 Autohersteller zu büssen, wenn die verkauften Neuwagen zu viel CO2 ausstossen. CO2 ist kein Schadstoff im klassischen Sinn und lässt sich nicht einfach durch einen Filter oder einen Katalysator aus den Abgasen entfernen. Es entsteht bei jeder Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Treibstoffen. (So produziert auch der menschliche Körper bei der Nahrungsverwertung CO2, denn unsere Nahrung besteht weitgehend aus Kohlenstoffverbindungen.) Eine Reduktion des CO2-Ausstosses lässt sich also nur erreichen, wenn der Treibstoffverbrauch gesenkt werden kann.
Quelle: Bundesamt für Umwelt