sprache FAQ/Hilfe| RSS-Feed| Twitter| Facebook| Flickr| YouTube|  

Aktuelles
Stories Dossiers AHA!-Fragen

Biologisch oder integriert?

<    

Umweltschonende Anbauverfahren erfordern aufmerksame Kontrolle der Kulturen (Bild: Syngenta)
Umweltschonende Anbauverfahren erfordern aufmerksame Kontrolle der Kulturen (Bild: Syngenta)

Auch die biologische Landwirtschaft kommt nicht völlig ohne Pflanzenschutz aus. Unzählige wissenschaftliche Studien haben aufgezeigt, dass es in Wirklichkeit nur geringe Unterschiede zwischen einem nach biologischen Gesichtspunkten hergestellten Produkt und seinem Gegenstück aus sogenannter integrierter Produktion gibt: Das Erstere „gesünder“ zu nennen, ist vor allem eine subjektive Beurteilung, welche die qualitativen Aspekte etwas vernachlässigt.


Sowohl die biologische als auch die integrierte Landwirtschaft verlassen sich beide auf dieselben Wachstumsprozesse der Pflanzen. Sie sehen sich auch mit denselben Schädlingen konfrontiert. Biobauern benutzen in der Regel einfach weniger Pflanzenschutzmittel. Ihre Erträge sind deshalb für gewöhnlich auch etwas niedriger, die Preise dementsprechend höher. Sie beschränken sich bewusst auf eine limitierte Anzahl an Mitteln. Und viele der benutzten Produkte sind Chemikalien, die aus Kupfer, Schwefel oder Kaliseifen gewonnen werden. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist deshalb „Biofood“ nicht immer gänzlich ungespritzt. Im Gegenteil: Studien haben gezeigt, dass in Dauerkulturen wie im Obst- und Weinbau diejenigen Bauern, die nach biologischen Kriterien anbauen, zuweilen öfter spritzen müssen als jene aus der integrierten Produktion. Dazu kommt, dass Nahrungsmittel ohne ausreichenden Pflanzenschutz nicht zwangsläufig auch gesund sind. Sind Früchte oder Getreide von Pilzen oder Bakterien befallen, so produzieren beide, Pflanzen und Schädlinge, problematische Stoffe (Aflatoxine, Patuline oder Phenolverbindungen). Manche davon sind weniger, andere dagegen hochgiftig für den Menschen. Mangelnder Pflanzenschutz hat daher manchmal relativ harmlose, manchmal jedoch extrem gefährliche Qualitätseinbussen bei Nahrungs- und Futtermitteln zur Folge.

In den letzten zwanzig Jahren hat der integrierte Pflanzenanbau grossen Nutzen aus den Erfahrungen mit der biologischen Produktion gezogen. Gleichzeitihg hat die auf den intergrierten Pflanzenbau und -schutz ausgerichtete Forschung auch den Biobauern wertvolle Methoden zur Diagnose, Prognose und Schädlingskontrolle geliefert.

Quelle: Syngenta