Sonne, Sommer, Ferienzeit - So schützt du dich richtig!

Diese beiden jungen Frauen machen es leider falsch: Die Sonnenbrille gehört auf die Augen und nicht ins Haar, und der Hut sollte auf den Kopf! (Bild: Shutterstock)
Im Sommer sind wir am liebsten im Freien, liegen faul in der Badi und springen zwischendurch ins kühle Nass. So sehr wir die Sonne auch anbeten, sie birgt auch Risiken – Sonnenbrand, Sonnenstich, Hitzschlag und mehr. SimplyScience.ch zeigt dir, worauf du achten musst und wie du dich richtig schützt, damit das vergnügte Sonnenbad nicht zur Gefahr wird.
Bestimmt hast du auch schon mal einen Sonnenbrand gekriegt, weil du zu lange in der Sonne gelegen hast. Der Sonnenbrand ist eine Hautrötung, die durch zu viel Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) ausgelöst wird. UV-Strahlung wird von der Sonne ausgestrahlt und sorgt in gesundem Rahmen auch für die Bräunung der Haut. Sonnenbräune ist ein natürlicher Sonnenschutz: Die UV-Strahlung dringt dann weniger schnell in die Haut ein.
UV-Strahlung ist unsichtbar. Ein Grossteil der UV-Strahlung wird von der Ozonschicht in der Erdatmosphäre abgefangen. Ein kleiner, aber immer noch gefährlich grosser Teil, strahlt auf die Erde. Sogenannte "Treibhausgase", die wir auf der Erde produzieren, haben das Ozon angegriffen und die Ozonschicht in den letzten Jahrzehnten immer mehr ausgedünnt. Über dem Südpol ist die Schicht so dünn geworden, dass man von einem Ozonloch spricht.
Wenn du also zu lange an der Sonne liegst, dann wird deine Haut gereizt und du kriegst einen Sonnenbrand. Bei starkem Sonnenbrand kannst du auch Blasen kriegen, und die oberste Hautschicht löst sich. Dies kann zu bleibenden Hautschäden oder sogar Hautkrebs führen. Auch die Augen sind vor zu viel Sonne nicht geschützt, die Netzhaut im Inneren des Auges kann durch die UV-Strahlung geschädigt werden.
Es ist deshalb sehr wichtig, dass du dich regelmässig mit Sonnenschutzmittel eincremst, denn Sonnencreme enthält Substanzen, die die gefährliche UV-Strahlung entweder wie winzige Spiegel zurückwerfen oder in ungefährliche Wärme umwandeln. Dazu solltest du eine gute Sonnenbrille tragen, die UV-Strahlung nicht durchlässt. Direkt in die Sonne schauen solltest du aber auch mit einer Sonnenbrille nicht. Das Licht der Sonne würde die Netzhaut schon nach wenigen Sekunden stark beschädigen.
Überhitzung: Sonnenstich und Hitzschlag
Wenn du dich zu lange ohne Kopfbedeckung und Sonnencreme in der Sonne aufhältst, kannst du auch einen Sonnenstich kriegen. Hier ist es nicht die Strahlung selbst, die den Schaden auslöst, sondern die Hitze, die sich im Kopf und im Nacken anstaut. Kopfschmerzen, Übelkeit und ein steifer Nacken sind die Folgen. Der Wärmestau im Gehirn führt im schlimmsten Fall dazu, dass die Hirnhaut sich entzündet oder man bewusstlos wird. Einen Sonnenstich kann man auch in einer kälteren Umgebung kriegen, zum Beispiel in den Bergen.
Beim Hitzschlag ist das anders: Hier führt eine hohe Umgebungstemperatur dazu, dass zusätzlich die Körpertemperatur auf über 40 Grad Celsius ansteigt. Diese Überhitzung des Körpers kann zu einem sogenannten Hirnödem führen, einer Ansammlung von Flüssigkeit im Gehirn. Gehirnödeme können tödliche Folgen haben.
Einer Überhitzung kann man vorbeugen, indem man ganz einfach eine helle Kopfbedeckung trägt, die wenn möglich noch über den Nacken reicht. So machen es auch die Bewohner in Gegenden, wo es wenig Schatten gibt, wie in der Wüste. Dort trägt man neben hellen Kopftüchern auch helle Gewänder, um den ganzen Körper vor der gleissenden Sonne zu schützen.
Dehydrierung: Hitzeerschöpfung und Hitzekrampf
Bei Sonne und Hitze immer genug Wasser trinken! Wenn wir zu heiss haben, schwitzen wir. Schweiss kühlt den Körper ab. Um zu schwitzen, benötigen wir aber genug Wasser. Bei Hitze und zu wenig Wasser im Körper weiten sich die Blutgefässe der Haut. Die Folge: Das Blut sammelt sich in den Armen und den Beinen und fehlt im Rest des Körpers – der Kreislauf ist gestört. Das kann zu Kreislaufkollaps oder sogar Bewusstlosigkeit führen.
Beim Sport oder körperlicher Arbeit unter der Sonne ist besondere Vorsicht geboten! Beim Gebrauch der Muskeln weiten sich nämlich auch die Blutgefässe in den Muskeln aus und noch weniger Blut steht für den Kreislauf zur Verfügung. Ausserdem schwitzt man mehr. Dabei gehen auch Mineralstoffe verloren, die bei körperlicher Anstrengung wichtig sind. Neben der Hitzeerschöpfung kann es bei körperlicher Anstrengung auch zu einem Hitzekrampf in den Muskeln kommen. Das spürt man meist erst nach der Anstrengung und dann kann es sehr schmerzhaft sein.
Wer sich aber richtig schützt, kann das Sonnenbad und die Sommertage ungestört im Freien geniessen!
Quellen:
Redaktion SimplyScience.ch
Krebsliga Schweiz