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Studienwoche Chemie in Genf

10.03.2010
  
  
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Mein Lieblingsfach ist Chemie. (Bild: Roman Sarott)
Mein Lieblingsfach ist Chemie. (Bild: Roman Sarott)

Mein Name ist Roman Sarott. Ich bin 18 Jahre alt und stehe kurz vor den Maturitätsprüfungen. Die Antwort auf die Frage nach meinem Lieblingsfach ist einfach: CHEMIE!


Dass ich nach der Matur Chemie studieren würde, stand schon fest, lange bevor ich mich für die Teilnahme an der Studienwoche «Chemie und Materialwissenschaften» von Schweizer Jugend forscht bewarb. Diese Woche, welche ich an der Universität Genf verbrachte, stärkte diesen Entschluss weiter und war eine grossartige Erfahrung.

Chemiestudienwoche wird zur Französischübung

Die Situation: Ein deutschsprachiger Berner trifft in Genf ein und findet sich in einer Gruppe Gleichaltriger wieder, in der alle Landessprachen der Schweiz mit Ausnahme des Rätoromanischen gesprochen werden, wobei natürlich der grösste Teil der Teilnehmenden aus der Romandie stammen.

Man könnte meinen, diese Sprachbarriere hätte sich für mich als Deutschschweizer negativ auf den Verlauf der Studienwoche auswirken können. Das Gegenteil war der Fall. Ich konnte einerseits zwischen den verschiedenen Teilnehmern vermitteln und verbesserte andererseits meine Französischkenntnisse.

Herausforderndes Forschungsprojekt

Kaum in Genf angekommen, wurde mir mitgeteilt, mein Forschungsprojekt sei sehr komplex und relativ schwierig. Tatsächlich handelte es sich bei der Synthese eines Oxindols um Grundlagenforschung ohne direkte Anwendungsmöglichkeit. Ins Schwarze getroffen! Ich liebe Herausforderungen und ich liebe Grundlagenforschung. Dementsprechend motiviert ging ich ans Werk.

Meinem Betreuer Patrick Romanens ist es zu verdanken, dass ich mein Projekt erfolgreich abschliessen konnte. Er verstand es, mir das schwierige Thema kompetent zu vermitteln und mir viele Verfahren und Handgriffe wie die Säulenchromatographie oder die NMR-Spektroskopie zu lehren und verständlich zu machen.

Im Labor stand ich nicht unter Dauerbeobachtung; ich hatte viele Freiheiten. Das Laborteam traute mir zu, über grosse Strecken selbständig zu arbeiten, was ich sehr schätzte. Natürlich war mein Betreuer immer in der Nähe und half, sollte ich Hilfe benötigen.

Neue Freundschaften über den Röstigraben hinweg

Nach einer Woche ganz in Französisch reisten wir für die Schlusspräsentation nach Basel, wo wir auf Teilnehmer aus der ganzen Schweiz trafen. Was war nun, zurück in der Deutschschweiz, anders als zu Beginn der Studienwoche? Ich als deutschsprachiger Berner hatte mich so gut in die Gruppe integriert, dass ich mich unter meinen neu gewonnen Freunden scherzhaft als Romand bezeichnete.

Viele neue Kontakte und lehrreiche Herausforderungen im Labor; wer das auch erleben will, sollte sich für die Studienwoche «Chemie und Materialwissenschaften» 2011 anmelden. Ich kann sie nur empfehlen!

Quelle: Roman Sarott