BSE
BSE steht für "Bovine spongiforme Enzephalopathie", auf Deutsch "schwammartige Gehirnkrankheit der Rinder". In der Umgangssprache wird die Tierkrankheit auch "Rinderwahnsinn" genannt.
Rinderwahnsinn ist eine tödliche Seuche. Sie greift die Gehirne der Rinder an, in denen Nervenzellen absterben und dadurch Löcher im Hirngewebe entstehen. Wegen der Durchlöcherung erinnert das erkrankte Gehirn an einen Schwamm. Daher stammt der Fachbegriff "schwammartige Gehirnkrankheit".
BSE ist nicht heilbar und führt bei den Tieren innerhalb von wenigen Monaten zum Tod. BSE-kranke Rinder sind sehr aggressiv und haben Bewegungsstörungen und Krämpfe. Sie torkeln, taumeln, und stolpern über die eigenen Beine und reagieren schreckhaft auf Lärm und Licht. Wegen dieses gestörten Verhaltens erfand man die Bezeichnung "Rinderwahnsinn".
Die Ursache: kranke Proteine
Für den Verlust der Gehirnfunktion sind kranke Proteine, so genannte Prionen verantwortlich. Prionen sind Eiweisse, die, wenn sie gesund sind, im Gehirn für die Entwicklung von Nervenzellen sorgen. Wenn nur EIN krankes Prion etwa durch das Futter aufgenommen wird, löst es eine Kettenreaktion aus und die gesunden Prionen werden auch krank.
Nicht nur bei Rindern können diese Prionen eine Gehirnerkrankung auslösen, sondern auch bei anderen Tierarten und beim Menschen. Bei Schafen beispielsweise heisst die Krankheit "Scrapie", und beim Menschen ist es eine Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit. Alle diese Erkrankungen werden unter der Gruppe der TSE, der "transmissiblen spongiformen Enzephalopathien" - auf Deutsch die "übertragbaren schwammförmigen Gehirnerkrankungen" - zusammengefasst.
Mehr über BSE kannst du in unserer AHA!-Frage "Was ist BSE?" nachlesen.