Bleichmitel
Bleichmittel sind für das weisse Papier und das weisse Hemd verantwortlich - es sind Stoffe, welche die im Papier und in den Textilien vorhandenen Farbmoleküle angreifen und zerstören, wodurch die Farbe verloren geht.
Es gibt sehr viele Bleichmittel, die für die verschiedensten Anwendungen geeignet sind. Unten sind nur einige Beispiele aufgeführt.
Bekannte Bleichmittel sind Peroxide, z.B. das Wasserstoffperoxid (H2O2). Es ist heute das am häufigsten benutzte Bleichmittel für das Herstellen weisser Baumwolle und weisses Papiers. Auch beim Haarefärben kommt es zum Einsatz, was unechten Blondinen den Namen "Wasserstoffblondinen" gebracht hat. In den Haaren zerstört es das natürliche Pigment Melanin und die Haare werden dadurch gelbeicht. Allerdings greift es auch die Haarstruktur und Kopfhaut an, weswegen es bei unsachgemässer Anwendung zu Haarausfall führen kann.
Bleichmittel kommen auch beim Waschen zum Einsatz. Z.B. finden sich im Waschmittel Persil Perborate oder die Percarbonate. Sie funktionieren gleich gut wie das eher agressive Wasserstoffperoxid, lassen sich aber als Pulver besser lagern, was für ein Waschpulver vorteilhaft ist.
Im Javel-Wasser ist der bleichende Stoff das Natriumhypochlorit - es enthält Chlor zum Bleichen und Entfernen von Flecken. Deswegen heisst Bleichen mit Javel-Wasser Chlorbleiche. Chlorlösungen können auch in Schwimmbädern zur Desinfektion benutzt werden, da Chlor ziemlich stark ist und auch Bakterien abtöten kann. Allerdings ist es auch giftig, weswegen das Wasser gut gefiltert werden muss und bei der Entsorgung Vorsicht geboten ist.
Bei Einsatz von Zitronensäure zum Bekämpfen von Verfärbungen muss man sich wegen Umweltverträglichkeit und Giften viel weniger Sorgen machen, allerdings ist Zitronensäure auch viel schwächer in ihrer Wirkung.