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Monatsthema

Warum die Erde wärmer wird

01.09.2010
  
  
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Eine Erderwärmung von nur 2°C hätte bereits katastrophale Folgen! (Bild: Shutterstock)
Eine Erderwärmung von nur 2°C hätte bereits katastrophale Folgen! (Bild: Shutterstock)

Fast jeden Tag liest man es in der Zeitung: Die Klimaerwärmung wird die Erde verändern. Länder wie die Niederlande könnten im Meer versinken und tropische Krankheiten breiten sich gen Norden aus. Schuld daran ist der Treibhauseffekt. Die Regierungen in aller Welt versuchen das Problem in den Griff zu bekommen.


Am G8-Gipfel im Juli '09 in L'Aquila haben die führenden Industrie-Staaten beschlossen, die Erhöhung der globalen Temperatur auf zwei Grad Celsius zu beschränken. Zwei Grad Celsius, das ist doch wenig, könnte man meinen. Aber weit gefehlt! Eine Erwärmung um zwei Grad und mehr hätte katastrophale Folgen.

Durch diese kleine Erhöhung der globalen Temperatur könnten Milliarden Tonnen Eis am Nordpol schmelzen. Das zusätzliche Wasser erhöht den Meeresspiegel möglicherweise so dramatisch, dass beispielsweise die Malediven – eine nur 2,1m über dem Meer liegende Inselgruppe im indischen Ozean – verschluckt werden könnte.

Das Wetter spielt verrückt

Einige andere Phänomene der Klimaerwärmung kann man schon heute beobachten. Beispielsweise hat die Temperatur der Erdatmosphäre einen starken Einfluss auf das Wetter. Vernichtende Stürme wie der Hurrikan ‚Katrina’, der 2005 Teile New Orleans untergehen liess, treten schon heute vermehrt auf. Aber wieso erwärmt sich unsere Erdatmosphäre überhaupt mehr als sonst?

Schuld ist der Mensch. Normalerweise entsteht Wärme durch die Sonnenstrahlung - die Erde wandelt das Licht der Sonne in Wärme um. Und etwa die gleiche Wärme, die die Erde von der Sonne aufnimmt, wird zurück in den Weltraum abgegeben.

Eine Störung dieses Gleichgewichts - wenn also mehr Wärme von der Erde aufgenommen als abgegeben wird - nennt man den Treibhauseffekt. Ähnlich wie beim Ozonloch spielen dabei bestimmte Teilchen in der Luft – auch Treibhausgase genannt – eine zentrale Rolle.

Während die Treibhausgase das sichtbare Licht durchlassen, sammeln sie dagegen die Wärme in der Erdatmosphäre. Die Wärme bleibt auf der Erde und wird nicht ins Weltall abgegeben. Je mehr Treibhausgase wie Kohlendioxid oder Methan in die Luft abgegeben werden, desto stärker wird der Treibhauseffekt. Treibhausgase entstehen unter anderem bei der Gewinnung von Energie aus Kohle oder beim Autofahren. Auch die Landwirtschaft trägt zur Klimaerwärmung bei.

Weltweiter Kampf

Industrienationen und Schwellenländer bemühen sich darum, die Menge der ausgestossenen Treibhausgase zu verringern. Dazu werden Autos, die weniger Treibhausgase ausstossen, gebaut oder Fabriken mit Filtern versehen. Nur gemeinsam kann die Welt den Klimawandel noch aufhalten.

Quelle: Marco Anello und die SimplyScience Redaktion