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Faszination Informatik (5/5)
 Die Teilnehmer des nationalen Wettbewerbs von Schweizer Jugend forscht 2010 in Basel - Daniel Graf mitten unter ihnen (Bild: SJf)
Als interessierter Maturand habe ich an erlebnisreichen Informatikanlässen teilgenommen. Heute berichte ich von der Teilnahme am Nationalen Wettbewerb von Schweizer Jugend forscht.
Vorbereitungen
Nach dem erfolgreichen Workshop vom vergangenen November machte ich mich daran, die gewonnenen Ideen in meinem Jassprogramm umzusetzen. So gelang es mir, meinen Algorithmen etwas mehr „Weitblick“ zu verleihen und sie damit etwas durchdachter und vorsichtiger jassen zu lassen. Zudem galt es, eine verständliche Zusammenfassung und zwei grosse A0-Plakate für den Wettbewerb zu gestalten.
Ausstellung und Austausch
Am 22. April war es dann soweit. In den Gängen der Uni Basel bauten die rund 90 Jungforscher ihre Stände auf. Im Fachbereich Mathematik und Informatik waren wir schnell fertig, da die meisten nicht viel mehr als die Plakate und einen Laptop zur Demonstration benötigten.
So blieb uns genügend Zeit, um die anderen Arbeiten genauer anzuschauen. In allen möglichen Fachbereichen fanden sich sehr interessante Themen. Da die Verfasser der Arbeiten jeweils gleich bei ihren Plakaten und Modellen standen, kam ich mit vielen von ihnen ins Gespräch. Nur so verstand ich bei den hochkomplexen Themen überhaupt, was genau untersucht wurde. Egal, ob es um den chemischen Haushalt einer Bodenprobe, die Auswirkungen diverser Proteine auf die Entstehung von Alzheimer, die Simulation eines ganzen Universums oder um ein magnetisches Transportsystem ging, überall konnten mich die Autor/innen von ihren Forschungsthemen und ihren Ergebnissen begeistern.
Beim Abendessen und anschliessendem Bowlingabend konnten wir uns weiter über die Arbeiten und vieles mehr in lockerem Rahmen austauschen.

Daniel Graf erläutert seine Forschungsarbeit zur Theorie des Jassens (Bild: sjf)
Prämierungsrunde durch Experten
Am Freitagmorgen wurden unsere Arbeiten durch die Experten der Fachgruppe kritisch beurteilt. Es machte viel Freude, meine Arbeit bis ins Detail erklären zu dürfen. Eine Expertin der Fachgruppe Politik erzählte mir von Anwendungen der Spieltheorie in den internationalen Beziehungen. Dort sind die Akteure einfach Staaten statt Jasser und die Gewinnfunktion bestimmt Machteinflüsse statt Spielpunkte. Doch die verwendeten Verfahren sind sich sehr ähnlich.
Grosse Preisverleihung
In Anwesenheit von Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer und dem NobelpreisträgerWerner Arber wurden am Samstag die Prädikate vergeben. Dabei betonte die höchste Schweizerin wie wichtig Neugier und Forschung für eine erfolgreiche Schweiz sind. Als ich schliesslich mit dem Bestprädikat „hervorragend“ ausgezeichnet wurde, war das für mich ein perfekter Wettbewerbsabschluss. Dank dem gewonnenen Sonderpreis, der Teilnahme an der europäischen Jungforscherausstellung ESE in Moskau, und dem folgenden Informatikstudium geht die Reise durch die faszinierende Welt der Wissenschaften abernoch lange weiter.

Daniel Graf nimmt siene Auszeichnung am Wettbewerb in Empfang - ein Moment, auf den er stolz sein kann(Bild: sjf)
Teilnahmeinfos
Die Stiftung ‚Schweizer Jugend forscht’ führt jedes Jahr einen nationalen Wettbewerb für Forschungsarbeiten von Jugendlichen durch. Weitere Informationen sind unter www.sjf.ch zu finden.
Quelle: SJf / Daniel Graf
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