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Kuhle Milch (4/4)

15.06.2010
  
  
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Fabienne Tanner - im 3. Lehrjahr als Milchtechnologin (Bild: Emmi)
Fabienne Tanner - im 3. Lehrjahr als Milchtechnologin (Bild: Emmi)

Fabienne Tanner schliesst dieses Jahr ihre Lehre als Milchtechnologin ab. Besonders fasziniert hat sie während der Lehre die Vielfalt der Produkte, die man aus Milch herstellen kann, aber auch das Praktikum, das sie in der Schaukäserei Stein absolviert hat.


Ich bin nun im 3. Lehrjahr als Milchtechnologin in der Molkerei Biedermann tätig und werde dieses Jahr meine Lehrabschlussprüfung absolvieren. In der Molkerei werden verschiedene Jogurtsorten, Konsummilch, Rahm und Butter hergestellt. Bei meiner Ausbildung zur Milchtechnologin fasziniert mich besonders, dass man immer vom gleichen Produkt ausgeht und danach eine Vielfalt an Produkten über dessen Verarbeitung gewinnt.

Ein neuer Beruf ist entstanden

Milchtechnologe ist ein eher neuer Beruf. Er entstand durch die Kombination zweier Berufe, nämlich des Käsers und des Molkeristen. Für die Ausbildung zum Milchtechnologen müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden. Beispielsweise muss man alles über die Herstellung von Käse wissen. Um diese Kenntnisse zu erlangen, habe ich ein Praktikum in der Schaukäserei in Stein absolviert.

Erste Erfahrungen als Praktikantin

Die Arbeiten in der Käserei waren am Anfang anstrengend, aber gleichzeitig auch sehr spannend. Zuerst musste ich mich an alle neuen Arbeitsprozesse gewöhnen. Obwohl ich mit demselben Material arbeitete wie in der Molkerei, kamen mir die Prozesse in der Käserei völlig fremd vor. Ferner ist das Gebäude für Interessierte offen, das heisst, dass man uns bei der Arbeit beobachten kann. Dies war zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig, doch man vergisst es schnell und geht wieder seiner Arbeit nach. Diese Vielfältigkeit bei der Arbeit fasziniert mich und ich glaube, dass genau das den Beruf so spannend macht.

Käserei Stein mit Besuchergalerie (Bild: Emmi)

 

Lustige Begegnung frühmorgens

Eines Morgens so gegen drei Uhr, als ich gerade mit der Arbeit begann, schaute ich rein zufällig zur Zuschauertribüne hoch. Normalerweise ist dort um diese Zeit niemand zu sehen. Trotzdem sah ich eine Person. Im ersten Moment erschrak ich, denn die Person klopfte und versuchte zu rufen. Ich alarmierte sofort den Chef und es stellte sich Folgendes heraus: Die Person ist am Vorabend nach Arbeitsende auf der Toilette gegangen und wurde über Nacht eingeschlossen, da sie den Schlüssel vergessen hatte.

Verantwortung übernehmen

Wenn man ein Praktikum beginnt, kommt man an einen fremden Ort und muss sich in der neuen Arbeitsstelle zuerst behaupten. Man kennt niemanden, ist auf sich selbst gestellt und hat plötzlich eine gewisse Verantwortung zu übernehmen. Dies alles gleichzeitig zu meistern, ist am Anfang gar nicht so einfach. Während meinem Praktikum habe ich stets den Austausch mit meinen Mitarbeitern gesucht und dadurch viel dazu lernen können. Ein solches Praktikum kann ich jederzeit weiterempfehlen.

Quelle: Emmi/SATW

Nützliche Informationen: www.milchtechnologe.ch

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