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Sandro Suter, Lernender Polymechaniker EFZ in einer grossen Chemiefirma

Foto: Ladina Steinmann
Foto: Ladina Steinmann

Sandro Suter hat die Arbeit mit Metall schon immer Freude bereitet. Dies und noch viel mehr kann er bei seiner vielseitigen Ausbildung zum Polymechaniker erlernen. Sandro macht im Moment das zweite Lehrjahr bei Ems. Im Gespräch mit Ladina Steinmann berichtet er über seine Erfahrungen.














Warum hast du dich entschieden, eine Berufslehre zu absolvieren?
Ich wollte nicht mehr länger zur Schule gehen, sondern einen interessanten Beruf erlernen.


Wie bist du auf diesen Lehrberuf gekommen? 
In der Oberstufe hatte ich bereits Werken mit Metall, was mir viel Spass machte. Mein Vater ist Mechanikermeister, und er konnte mir schon viel über den Beruf Polymechaniker erzählen und erklären, was in diesem Beruf gemacht wird. So habe ich den Polymechaniker für mich entdeckt.


Hast du eine Schnupperlehre gemacht? Wo? 
In Cazis habe ich als Metallbauer und hier als Anlagen- und Appartebauer sowie als Polymechaniker geschnuppert. Bei der Hamilton in Bonaduz konnte ich ebenfalls als Polymechaniker eine Schnupperlehre absolvieren.


Was gef
ällt dir an diesem Lehrberuf? Das Arbeiten mit Metall und das an den Maschinen gefällt mir. Ich finde auch gut, dass man sieht, wie ein Werkstück entsteht – wie es vom Rohmaterial bis zum Fertigprodukt hergestellt wird.


Warum hast du dich bei Ems um eine Lehrstelle beworben? 
In erster Linie, weil hier die Arbeit vielseitiger ist. Hier haben wir mehr Einzelteile und keine grossen Serien wie beispielsweise in anderen Firmen. Ein Vorteil ist auch, dass es hier eine Lehrwerkstatt gibt, die ja auch nicht jeder Lehrbetrieb hat. In dieser Lehrwerkstatt können die Lehrlinge miteinander arbeiten und sich gegenseitig helfen. Hier bei Ems sind wir drei Lehrlinge pro Lehrjahr.


Welche T
ätigkeiten übt man in diesem Lehrberuf hauptsächlich aus?  Hauptsächlich Drehen und Fräsen an den Maschinen – wie Drehbank, Fräsmaschine, Bohrmaschine. Mit diesen Maschinen stellen wir dann die Werkstücke her.

Bei der Ausbildung Polymechaniker/in wird viel mit Metall gearbeitet - mit der Hand oder mit Maschinen (Bilder: Ladina Steinmann)
Bei der Ausbildung Polymechaniker/in wird viel mit Metall gearbeitet - mit der Hand oder mit Maschinen (Bilder: Ladina Steinmann)


W
ürdest du einem Kollegen/einer Kollegin diesen Lehrberuf auch empfehlen? Warum?  Wenn die Person gerne mit Metall arbeitet, handwerklich begabt ist und es ihr in der Schnupperlehre gefallen hat, dann würde ich diesen Beruf sicher empfehlen.


Machst du parallel zur Lehre auch eine BMS? 
Nein, ich mache keine BMS. Mit der Schule hätte ich es noch etwas strenger, weil man mehr lernen muss. Ich setze lieber meine ganze Energie für die Lehre ein. Was ich sicher weiss, ist, dass ich nach der Lehre eine Weiterbildung in meinem Beruf machen möchte.


Hast du schon Pl
äne, wie es nach der Lehre weitergehen soll?  Wie bereits gesagt, möchte ich eine Weiterbildung machen.


Viele Lehrbetriebe legen grossen Wert auf Disziplin und Leistung. Wie merkst du das w
ährend der Lehre?  Bei uns wird auf Genauigkeit und Ordnung geachtet. Es ist wichtig, dass sauber und exakt gearbeitet wird, damit es gute Teile gibt. Es muss bei der Herstellung alles stimmen, und Termine müssen eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass ein anderer, der mit diesen Bauteilen weiterarbeiten muss, warten muss, bis diese fertig sind.


Das Interview führte Ladina Steinmann, es erschien in der Bündner Woche büwo vom 12.05.2010. Den vollständigen Artikel mit zusätzlichen Angaben zur Berufsausbildung kannst Du hier als PDF herunterladen
:



Zum Berufsbild auf simplyscience.ch:

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