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Mariska Ronteltap (32), Umweltwissenschafterin

Bild: SATW
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Ein Studium kann Türen ins Ausland öffnen, sagt man. Ich habe eine solche genutzt, um von Holland in die Schweiz zu wechseln. Hier habe ich meine Doktorarbeit gemacht.









In meinem Projekt ging es darum, den chemischen Stoff Phosphat aus dem urinhaltigen Abwasser zu entfernen und zu Dünger weiterzuverarbeiten. Klingt etwas eklig, ich weiss. Aber Phosphate sind sehr nützlich! Sie werden unter anderen in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt.

Bis jetzt werden Phosphate hauptsächlich unter grossem Energie- und Chemikalienverbrauch aus Gesteinen gewonnen. Denn das Phosphat aus dem Abwasser kann gesetzlich nicht zu Dünger weiterverarbeitet werden. Vielleicht wird es in der Zukunft möglich, den Kreislauf zu schliessen via Urin.


Umwelt ist wichtig

Ich bin in den Niederlanden aufgewachsen und habe dort Umweltwissenschaften studiert. Das Fach habe ich gewählt, weil viele verschiedene Naturwissenschaften zusammenkommen und Aspekte des Umweltschutzes eine zentrale Rolle spielen. Für unsere Umwelt wollte ich mich schon als 14-Jährige einsetzen, denn sie kann sich selbst nicht schützen: Wir brauchen sie, um weiter bestehen zu können, dennoch wird sie sehr oft der Wirtschaft untergeordnet.

Das Studium hat mir viel Spass gemacht – darum habe ich auch beschlossen, auch weiterhin zu forschen. Ich wollte aber ins Ausland. Und in der Schweiz bieten sich viele Möglichkeiten auf hohem Niveau zu arbeiten, deshalb bin ich hierher gekommen. Die EAWAG in Dübendorf bei Zürich, das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs, ist weltweit bekannt. Hier dreht sich alles ums Wasser.


Das Wissen weitergeben

An meiner Arbeit an der EAWAG gefiel mir, dass ich mir meine Zeit selber einteilen konnte. Meist begann ich den Tag am Schreibtisch mit einer Tasse Tee und suchte in wissenschaftlichen Zeitschriften im Internet und nach Forschungsergebnissen, die ich für mein eigenes Projekt nutzen konnte. Am Nachmittag war ich dann im Labor und fühtre Experimente durch.

Weil ich meine Heimat und meine Familie vermisst habe, suchte ich nach Abschluss meiner Doktorarbeit eine Stelle in den Niederlanden. Und habe glücklicherweise sofort eine passende gefunden. Nun arbeite ich am Institut für Wasser-Ausbildung (Institute for Water Education UNESCO-IHE). Dort unterrichte ich Studierende aus der ganzen Welt, und erkläre ihnen, wie Abwässer ökologisch gereinigt werden können. Diese Tätigkeit gefällt mir extrem gut. Ich hatte mich richtig entschieden, meine Doktorarbeit an der EAWAG zu machen, denn diese war ein Grund dafür, dass ich meine jetzige Stelle bekommen habe!


Quelle: Redaktion SimplyScience.ch

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