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Biologie-Hilfe



Thema: Ames-Test Datum
Beitrag von Johnny:
Wie genau funktioniert ein Ames-Test?
04.06.09 | 14:37
Beitrag von Expertin_Luzia:
Hallo Johnny,

Der Ames-Test wird verwendet, um die Mutagenität von Chemikalien zu testen. Mutagene Substanzen können das Erbgut schädigen.

Beim Ames-Test werden Bakterien verwendet, welche durch eine Mutation in einem Gen eine bestimmte lebensnotwendige Aminosäure nicht herstellen können. Wenn diese Bakterien die fehlende Aminosäure nicht von aussen aufnehmen können, sterben sie. Die mutierten Bakterien werden beim Ames-Test der zu testenden Chemikalie ausgesetzt. Dazu wird die Chemikalie z.B. auf ein Filterpapier getröpfelt und dieses auf eine Agrarplatte, welche die lebensnotwendige Aminosäure NICHT enthält, gelegt. Falls die zu testende Chemikalie mutagen ist, so führt dies zu Mutationen im Erbgut der Bakterien. Die Bakterien können durch die verursachte Mutation wieder die lebensnotwendige Aminosäure herstellen. Sie sind also "zurückmutiert", weshalb man sie auch Revertanten nennt. Die zurückmutierten Bakterien können auf der Agrarplatte überleben und die Kolonien, die sie bilden, können gezählt werden. Alle Bakterien, welche nicht zurückmutiert sind, sterben ab und bilden keine Kolonien.
Je grösser die Anzahl der Revertanten-Kolonien, desto grösser ist das mutagene Potential der Testchemikalie!

Meistens werden beim Ames-Test Salmonella-Bakterien verwendet, welche die Aminosäure Histidin nicht synthetisieren können. Aber auch E. coli-Bakterien, welche die Aminosäure Tryptophan nicht synthetisieren können, werden verwendet.
04.06.09 | 16:07