Beitrag von Expertin_Luzia:
Hallo timoss,
Die Cellulose könntest du beispielsweise mit dem Sulfatverfahren freilegen. Dazu müsste man zerkleinerte Holzstücke oder Planzenstängel in einem Druckkessel (bei ca. 8 bar) für ungefähr 5 Stunden mit Natriumsulfat, Natriumsulfit und Natronlauge erhitzen. Die dabei entstehende Schwarzlauge kann man dann über einen Filter abtrennen und zurück bleibt der Zellstoff. Für die enzymatische Spaltung der Cellulose braucht man Cellulasen. Die Endoglucanase spaltet die Bindungen der Cellulose in Bereichen, an denen die Zuckerpolymere ungeordnet (amorphe Bereiche) sind. Exoglucanasen schneiden dann an den Kettenenden Disaccharide ab, welche schlussendlich von beta-Glucosidasen in die einzelnen Glucose-Bausteine gespaltet werden. Du bräuchtest also 3 verschiedene Enzyme: Endoglucanasen, Exoglucanasen und beta-Glucosidasen. Eine andere Möglichkeit zur Aufspaltung der Cellulose in Glucose-Moleküle ist die Holzverzuckerung mit Schwefelsäure. Eine Anleitung dazu findest du hier: http://www.swisseduc.ch/chemie/labor/holzverzuck/
Auch für die Freisetzung der Cellulose gibt es noch etliche andere Verfahren z.B. der mechanische Aufschluss oder das Sulfitverfahren Im Internet wirst du sicher fündig (such mal nach Holzaufschluss) Und falls noch Fragen bleiben, dann helfen wir dir gerne weiter.
Liebe Grüsse, Luzia |
23.11.09 | 19:48 |