Antibiotikum
Ursprünglich bezeichnete man mit dem Namen Antibiotika natürliche Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen oder Bakterien, die andere Mikroorganismen in ihrem Wachstum hemmen oder diese abtöten. Heute werden Antibiotika auch künstlich hergestellt und als Medikamente gegen bakterielle Erreger eingesetzt.
Der Name "Antibiotkum" wurde zusammengesetzt aus den griechischen Worten "anti" (gegen) und "bios" (Leben). Ein Mittel "gegen das Leben" also; zum Glück nicht gegen unseres, sondern gegen das von Mikroorganismen.
Wirkungsmechanismus
Man unterscheidet folgende Wirkmechanismen:
- bakteriostatische Antibiotika hemmen die Vermehrung von Bakterien
- bakterizide Antibiotika töten die Bakterien ab, wobei ihre Struktur intakt bleibt
- bakteriolytische Antibiotika lösen die Zellwand der Bakterien auf und töten diese so ab
Geschichte
Das erste Antibiotikum, das unter diesem Namen gegen die Bekämpfung bakterieller Infektionen eingesetzt wurde, war Penicillin, das 1928 von A. Fleming aus dem dem Pinselschimmel Penicillium notatum gewonnen wurde. Seitdem haben Antibiotika unzählige Todesfälle und schwere Erkrankungen verhindert.
Antibiotikaresistenz
Leider haben sich – oft auch durch unsachgemässen Gebrauch dieser Medikamente – bei vielen Bakterien Resistenzen gegen Antibiotika gebildet, was bedeutet, dass diese Bakterien immun gegen bestimmte Antibiotika sind. Das kann und wird die Bekämpfung mancher bakterieller Krankheitserreger erschweren und teilweise sogar verunmöglichen. Deshalb ist es sehr wichtig, Antibiotika nur auf Anweisung des Arztes hin einzunehmen und nie früher als empfohlen mit der Behandlung aufzuhören (auch nicht, wenn die Symptome bereits verschwunden sind!).