Genetischer Code
Der genetische Code bezeichnet die Abfolge der Basen in der DNA, die unsere Erbinformation verschlüsselt. Die DNA schreibt den Code mit vier solchen Basen: Adenin (A), Thymin (T), Cytosin (C) und Guanin (G). Je drei Basen ergeben ein Wort des genetischen Codes.
Die Wörter nennt man Codons, da sie ja den genetischen Code, unsere Erbinformation, schreiben. Die Erbinformation ist in Genen organisiert. Die Reihenfolge der Basen in einem Gen oder auch in der gesamten DNA eines Organismus nennt man eine Sequenz. Die Sequenz eines Stranges der DNA kann z.B. so aussehen:
...ATG CGC AAT GCG ATA TAC...
Da menschliche DNA aus zwei Strängen besteht (siehe den Lexikoneintrag zur DNA), würde diese Sequenz eigentlich so aussehen:
...ATG CGC AAT GCG ATA TAC...
...TAC GCG TTA CGC TAT ATG...
Ein Codon kann entweder für:
- den Beginn eines Gens
- das Ende eines Gens
- eine der 20 Aminosäuren kodieren, aus denen die Zelle Proteine bauen kann.
Der genetische Code kann wie unten abgebildet dargestellt werden. Um zu finden, wofür das Codon "ATG" steht, musst du den drei Buchstaben von Innen nach Aussen folgen. Man fängt man beim kleinsten Kreis mit A an. Im zweiten Kreis folgt das T, und im dritten dann das G. Ausserhalb des letzten Kreises steht in diesem Fall "Met", was die Abkürzung ist für die Aminosäure "Methionin". Ganz aussen steht schliesslich noch die einbuchstäbige Abkürzung von Methionin: "M". 
Der Genetische Code. Bild: Wikimedia Commons.
Diese Schreibweise erlaubt es, auf einfache Art und Weise zu schreiben aus welchen Aminosäuren ein Protein besteht. Ein Protein hat also genau wie die DNA eine Sequenz.
Proteine werden in zwei Schritten hergestellt. Zuerst durchs Abschreiben eines DNA-Stranges in mRNA (eine weitere, aber einzelsträngige Nukleinsäure) und die Übersetzung der mRNA in die Proteinsprache hergestellt. Daher ist eine Proteinsequenz nicht wie die der DNA doppelsträngig, sondern eine einzelne Kette von aneinandergereihten Aminosäuren. Eine Proteinsequenz könnte z.B. so aussehen:
...MIRQHPLSKRWTIRQ...
Die 20 Aminosäuren heissen:
Methionin, Threonin, Asparagin, Lysin, Serin, Arginin, Valin, Alanin, Asparginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Phenylalanin, Leucin, Serin, Tyrosin, Cystein, Tryptophan, Leucin, Prolin, Histidin, Glutamin, Arginin und Isoleucin. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Aminosäuren und deren räumliche Verteilung in einem Protein bestimmen die Eigenschaften des Proteins und seine Funktion.
Am Anfang eines Gens steht der Methionin-Code "ATG" für "Start".
TAA (ochre), TAG (amber) und TGA (UGA) stehen für "Stop", also das Ende eines Gens.