Das Ohr

Der Aufbau eines Ohrs. Sieht ein bisschen kompliziert aus, aber keine Panik: Im Text erfährst du, was die einzelnen Bereiche machen. Ohrmuschel (1); Gehörgang (2); Trommelfell (3); die Gehörknöchelchen: Hammer (4), Amboss (5) und Steigbügel (6); Gehörschnecke (7); Gleichgewichtsorgan (8); Hörnerv (9).
Die Ohren sind Sinnesorgane, dank denen wir Musik, Gespräche, Lärm und alles andere hören können, was das Leben so an Schall produziert. Mit den Ohren verhält es sich wie mit einem Eisberg: Der grösste Teil ist von aussen nicht zu sehen, sondern liegt im Inneren unseres Kopfes. Das Gehör wird darum in ein Aussen-, ein Mittel- und ein Innenohr gegliedert, welche ganz unterschiedlich aussehen.
Das Aussenohr: Hereinspaziert!
Um hören zu können, hat unser Körper ein ziemlich raffiniertes Organ entwickelt. Das äussere Ohr, das wir bei uns allen sehen können, ist nur ein Teil davon. Es ist der Eingangsbereich.
Die knorpelige Ohrmuschel (1) wirft die Schallwellen in den Gehörgang (2). Am Ende dieses Ganges wartet das Trommelfell (3), das zu schwingen beginnt, sobald die Schallwelle es „anstupst“.
Das Mittelohr: Der Verstärker
Das Trommelfell überträgt die Schwingungen auf die Gehörknöchelchen (Nummer 4-6 in der Abbildung). Trommelfell und Gehörknöchelchen dienen als Verstärker der Geräusche. Wie wichtig diese 22-fache Verstäkung ist, merken Menschen, die einen Riss im Trommelfell haben oder deren Gehörknöchelchen bei einer Mittelohrentzünden kaputt gegangen sind: Sie hören auf diesem Ohr dann nur noch sehr schlecht.
Das Innenohr: Wo es zur Sache geht
Von den Gehörknöchelchen wird die Schwingung auf die Gehörschnecke übertragen. Sie besteht aus drei flüssigkeitsgefüllten Gängen, die sich wie eine Schnecke winden und wird deshalb Gehörschnecke genannt. Die Gehörschnecke liegt in unserem Schädelknochen und ist ein Teil des Innenohrs. Dort wird die Schallschwingungen registriert und in ein elektrisches Signal übersetzt. Der Hörnerv leitet das Signal bis ins Gehirn weiter: Wir hören etwas.
Unser Gehirn sagt uns ja nicht nur, dass wir etwas hören, sondern auch, was wir hören. Die Infos darüber erhält es auch aus dem Ohr. Wie das funktioniert, kannst du in unserem Dossier Musik nachlesen.