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Der Tasmanische Teufel

20.05.2009
  
  
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Er mag zwar klein und süss aussehen, aber fauchen kann er wie der Teufel persönlich! (Bild: Wikimedia Commons)
Er mag zwar klein und süss aussehen, aber fauchen kann er wie der Teufel persönlich! (Bild: Wikimedia Commons)

Die Tassies - wie sie liebevoll von den Australiern genannt werden - sind das Wahrzeichen Tasmaniens. Tatkräftig versuchen Einwohner und Wissenschaftler die Tiere zu retten. Ein erste Schritt ist getan. Die Forscher wissen, warum der Krebs so ansteckend ist.


Vor 400 Jahren waren die Tasmanischen Teufel auch auf dem Australischen Festland zu Hause. Doch dann starben sie dort aus. Der Dingo, ein aus Indonesien eingeschleppter Urhund, hatte ihnen das Futter weggefressen. Nur auf der Insel Tasmanien, am südlichsten Zipfel Australiens überlebten die Tassies. Dort gibt es keine freilebenden Dingos.

Jetzt sind die Teufel wieder bedroht. Ein ansteckender Krebs überträgt sich rasant. Er überträgt sich durch Bisswunden. Eigentlich ist Krebs nicht ansteckend. Wieso dieser?

Die Wissenschaftler kennen nach intensiver Forschung den Grund: Die Immunabwehr der Tiere erkennt die Krebszellen, welche beim Biss übertragen werden, nicht und kann sie deshalb auch nicht vernichten. Und schuld daran ist der Mensch.

Zu nah verwandt

Die Europäischen Siedler erreichten im 18. Jahrhundert Tasmanien und jagten die Tasmanischen Teufel erbarmungslos. Als 1941 die Tiere unter Schutz gestellt wurden, gab es nur noch wenige Exemplare. Die Nachfahren dieser wenigen Tiere sind deshalb untereinander stark verwandt. Aufgrund ihrer engen Verwandtschaft haben die Teufel eine sehr ähnliche Erbinformation. Und genau das ist der Knackpunkt beim Tassie-Krebs.

Je ähnlicher die Erbinformation der Tiere, desto schwieriger ist es für die Immunabwehr, die Krebszellen des Verwandten als fremde Zellen zu erkennen und zu vernichten. Deshalb wachsen die bösartigen, fremden Zellen nach einem Biss im Gesicht der Tiere an. Ein grosses Problem. (Warum und wie das Immunsystem fremde Zellen erkennt, erklärt dir unser Immunsystem Dossier). Denn in manchen Regionen Tasmaniens sind 90% der Teufel mit dem tödlichen Krebs infiziert.

Der Gesichtskrebs der Tasmanischen Teufel lässt die Tiere qualvoll verhungern. (Bild: Wikimedia Commons)

Rettung für den Teufel?

Etwa drei Monate nach dem die ersten Tumore zu sehen sind, sterben die Tasmanischen Teufel qualvoll. Verbreitet sich diese Krankheit so schnell wie in den letzten Jahren, ist der Tasmanische Teufel bald ausgestorben – und das wäre sehr tragisch. Als Aasfresser leistet der kleine Teufel einen wichtigen Beitrag um tote Tiere zu entsorgen.

Forscher arbeiten an Möglichkeiten den Krebs zu heilen. Doch das kann noch Jahre dauern. Deshalb sollen die Reviere der infizierten Tasmanischen Teufel eingezäunt werden, damit sie gesunde Tiere nicht anstecken können.

Der Tasmanische Tiger

Die Tassies gehören zu den Beuteltieren. Und die gibt es nur in Australien. Wie auch die Kängurus oder Koala-Bären zieht der Tasmanische Teufel seinen Nachwuchs in einem Beutel auf.

Durch intensive Jagd und das Einschleppen von Tieren aus anderen Weltregionen, zum Beispiel den Kaninchen, ist die einzigartige australische Tierwelt bedroht. Zu den bereits ausgestorben Tieren gehört der Tasmanische Tiger. Er wurde Anfang letzten Jahrhundert nach intensiver Jagd durch den Menschen ausgerottet.

Damit dieses Schicksal nicht auch dem Tasmanischen Teufel droht, arbeiten viele Menschen mit Nachdruck an seiner Rettung.

Weitere Infos zum Thema

Mehr über Tasmanische Teufel findest du auf den englischen Websites "save the tasmanian devil" und in den folgenden Videos:

Der Tasmanische Teufel (Englisch)

Tasmanische Baby-Teufel (Englisch)

Quelle: Redaktion simplyscience.ch

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