Alltag leicht gemacht - mit Teflon

Warum klebt das Schnitzel in der Teflonpfanne nicht an?
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Vom Auto über den Computer bis zu Plastik und der Glühbirne. Unsere Serie erklärt, welche Erfindungen die moderne Menschheit voran brachten und wie die schlauen Erfinder und Entdecker auf solche Ideen kamen.
Was haben Bratpfannen und Raumfahrttechnologie gemeinsam? Richtig: es wird heiss! Und beim Braten - genauso wie in der Raumfahrt - werden die verwendeten Materialen ganz schön beansprucht. Deshalb braucht man beim Braten und in der Raumfahrt Stoffe, die solch widrigen Bedingungen stand halten können - wie das Teflon.
Vielseitigkeit und Beständigkeit
Teflon ist ein vielseitig verwendbarer Kunststoff. Es ist leicht, hitzebeständig, ausserdem extrem resistent gegen Chemikalien und seine Oberfläche ist so glatt, das andere Materialien kaum daran kleben bleiben.
Bratpfannen und Raumschiffe
Deshalb wird es schon seit 1954 in der Küchen verwendet. Die Teflonbe- schichtung von Pfannen verhindert, dass das Schnitzel beim Braten an der Pfanne festklebt. Diese Antihaftbeschichtung hilft auch beim Bügeln: Ist Mamas Bügeleisen mit Teflon beschichtet, entstehen weniger Löcher im Hemd, weil der Stoff nicht am heissen Bügeleissen haften bleibt.
Auch im Weltraum war Teflon schon - als Bestandteil von Weltraumklamotten und Kabel-Isolierungen, zum Beispiel in Apollo-Raumfahrzeugen der NASA.
Eine Teflonbeschichtung kann aber noch mehr. Jacken oder Schuhe macht sie wasserabweisend und wärmeisolierend, Chemikalienbehälter werden langlebiger.
Zufallsentdeckung
Wie bei vielen wichtigen Erfindungen - dazu gehört auch das Plastik von Plastiktüten - half der Zufall bei der Entdeckung mit. Der amerikanische Wissenschaftler Roy Plunkett hatte im Jahre 1938 eigentlich nach Kühlmitteln für Kühlschränke geforscht. Plötzlich fiel ihm aber auf, dass sich in einem Vorratsbehälter mit Chemikalien spontan eine weisse, wachsähnliche Substanz gebildet hatte. Er untersuchte den Stoff und entdeckte seine herausragenden Eigenschaften. Der Name Teflon ist eine Abkürzung aus der chemischen Beschreibung dieser Substanz (Polytetrafluoethylen).
Umweltproblematik
Teflon kann allerdings auch problematisch werden. Bei zu starker Erhitzung - etwa in der Müllentsorgungsanlage oder bei Überhitzung der Bratpfanne - fängt es an zu zerfallen. Dabei werden möglicherweise krebserregende Stoffe freigesetzt, allen voran die stark giftige Flusssäure. Diese Säure vermag sogar Glas und Metall zu ätzen und sollte daher nicht in die Natur gelangen. Für den Hausgebrauch heisst das: Die Teflonschicht nicht zerkratzen und die Pfanne nicht auf dem heissen Herd vergessen!
Quelle: Chefredaktion