AHA!

Gegen Aufregung bei einem Vortrag hilft nur eines: Üben, üben, üben... (Bild: Shutterstock)
WARUM ZITTERT MAN, WENN MAN AUFGEREGT IST?
Weil bei Angstsituationen der Körper in Alarmbereitschaft versetzt wird, so dass wir schneller reagieren können.
Wer kennt sie nicht, die Angst vor Vorträgen und Prüfungen? Das flaue Gefühl im Magen, das Zittern der Hände und der kalte Angstschweiss. Dies ist zwar unangenehm, aber eigentlich eine ganz natürliche Reaktion des Körpers auf Angst.
Bei Angst wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt
Wenn man Angst hat, reagiert unser Nervensystem darauf und löst verschiedene Reaktionen im Körper aus. Im Gehirn wird das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Hormone sind kleine chemische Botenstoffe, welche verschiedene Reaktionen auslösen können wie beispielsweise Hunger, Durst oder Müdigkeit. Das ausgeschüttete Adrenalin versetzt die verschiedene Organe und die Muskeln im Körper in Alarmbereitschaft. Dadurch können wir schneller auf eine Gefahrensituation reagieren und flüchten.
Die verschiedenen Reaktionen auf Angst
Bei Angst wird das Herz beschleunigt und der Körper besser durchblutet. Es verengen sich die Blutgefässe im Magen, wodurch das flaue Gefühl entsteht. Die Blasenmuskeln erschlaffen, weshalb man öfters auf die Toilette muss. Die Pupillen werden grösser und die Haarmuskeln ziehen sich zusammen, so dass die Haare zu Berge stehen. Auch werden die Schweissdrüsen aktiviert und man schwitzt mehr. Das Zittern gehört ebenfalls zu diesen Reaktionen. Dadurch wird im Körper Wärme produziert, was ebenfalls der Durchblutung dient.
Was kann man dagegen tun?
Kurz inne halten und einmal tief durchatmen hilft meistens. Wenn du einen Vortrag halten musst, dann sprich ihn vorher am Besten schon einmal durch. Du kannst den Vortrag vor dem Spiegel üben oder noch besser, vor einem kleinen Publikum, zum Beispiel deinen Eltern. Ein Spickzettel hilft auch, falls du den Faden beim Vortrag verlieren solltest. Dabei solltest du dir aber nur wichtige Stichwörter aufschreiben, denn sonst verlierst du schnell den Überblick. Bei Prüfungen gilt das Gleiche. Lerne vorher genug, so dass du dir sicher sein kannst, dass du den Lernstoff kannst. Wenn du bei der Prüfung mal nicht weiter weißt, dann halte kurz inne, lehn dich kurz zurück und atme tief durch. Vertrödle nicht zu viel Zeit mit Prüfungsfragen, deren Antwort du nicht gerade weißt, sonst kommst du unter Zeitdruck. Gehe zu den nächsten Fragen, die du kannst. Wenn dir genügend Zeit kannst du am Schluss immer noch diese Frage versuchen zu beantworten.