AHA!

Wenn's gruselig wird, sträuben sich uns die Haare (Bild: Shutterstock).
WIESO BEKOMMT MAN IN DER GEISTERBAHN GÄNSEHAUT UND ADRENALIN-SCHÜBE?
Weil bei drohender Gefahr das Nervensystem gereizt wird, welches dann kleine Muskeln unter der Haut anspannt. Adrenalin ist ein körpereigenes Aufputschmittel, das uns bei drohender Gefahr wacher werden lässt.
Sich zu gruseln ist für viele von uns die reinste Freude. Ob durch Horrorfilme, Halloween-Streiche oder Geisterbahnen, wir lassen uns einfach gerne erschrecken. Dabei suchen wir vor allem den körperlichen Kick, den uns das Fürchten verspricht, nämlich Gänsehaut und Adrenalin-Schübe. Was steckt hinter diesen natürlichen Reaktionen?
Gänsehaut und Adrenalin-Schübe entstehen in extremen oder aussergewöhnlichen Situationen wie bei Gefahr, emotionalen Ereignissen oder Kälte. Unsere Fantasie spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn obwohl auch in der gruseligsten Geisterbahn die Gefahr nicht real ist, reagiert der Körper wie in einer echten Gefahrensituation.
Mehr Kraft und Denkfähigkeit durch Stress
Adrenalin ist ein Hormon, das in der Nebenniere gebildet und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttet wird. Im Blut löst Adrenalin gleich mehrere erstaunliche Reaktionen im Körper aus: Einerseits vergrössert sich die Lunge, damit mehr Sauerstoff durch die Luft eingeatmet werden kann, andererseits steigen der Puls und der Blutdruck an, damit mehr Sauerstoff durch den Körper und vor allem ins Gehirn fliessen kann.
Mehr Sauerstoff im Gehirn bedeutet eine schnellere Auffassungsgabe und bessere Reaktionsfähigkeit. Ausserdem werden durch das Adrenalin die Energiereserven des Körpers schneller verarbeitet, so dass wir mehr Kraft haben, um zum Beispiel schneller vor einer Gefahr davon rennen zu können.
Feinde einschüchtern mit Gänsehaut?
Gänsehaut kriegen wir zwar noch in anderen Situationen, nämlich wenn wir frieren, uns fürchten oder sehr freuen, doch sie hat heute keinen Nutzen mehr für uns Menschen. Für unsere pelzigen Vorfahren hingegen war sie überlebensnotwendig. Die kleinen Muskeln, so genannte Haarbalgmuskeln, stellten ihre Körperhaare auf und bewirkten damit zwei wichtige Dinge: Einerseits wirkten unsere Vorfahren dadurch auf Feinde bedrohlicher, andererseits hielt sie der aufgerichtete Pelz bei Kälte warm. Mehr über die Gänsehaut erfährst du in diesem Artikel.
Quelle: Redaktion SimplyScience.ch