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AHA!

12.02.2010
  
  
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Eine Impfung hilft dem Körper, sich gegen Viren zu verteidigen. (Bild: Shutterstock)
Eine Impfung hilft dem Körper, sich gegen Viren zu verteidigen. (Bild: Shutterstock)

WIE FUNKTIONIERT EINE IMPFUNG?

Bei einer Impfung werden dem Körper abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Gifte zugeführt, die eine Immunreaktion auslösen. Der Körper ist so vorbereitet und bei einem erneuten Kontakt mit dem Erreger kann die Abwehr schneller aktiviert werden.

Vielleicht hast du als Kind auch schon mal eine Krankheit wie Masern oder Mumps durchgemacht. Die fiesen Viren, welche diese Krankheiten verursachen, wurden dabei von deinem Immunsystem bekämpft und vernichtet. Faszinierend dabei ist, dass du nun dein Leben lang nicht mehr an Masern oder Mumps erkranken wirst. Denn du bist nun immun gegen diese Krankheitserreger.

Die Immunreaktion und das Immunsystem

Aber wieso ist man immun? Unser Immunsystem besteht aus einer Vielzahl verschiedener Zellen, die alle eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Dringen Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze in unseren Körper ein, so spielt sich im Körperinneren ein faszinierender Kampf gegen die Eindringlinge ab. Sogenannte Fresszellen nehmen die Eindringlinge in sich auf und zerkleinern („fressen“) sie. Die Bruchstücke der Krankheitserreger präsentieren die Zellen weiteren Zellen des Immunsystems.

Die präsentierten Bruchstücke - Antigene genannt – sind das Signal für weitere Zellen der Immunabwehr, um in einen aktiven Zustand über zu gehen. Diese Zellen, die T- und B-Lymphozyten, haben ganz spezifische Aufgaben bei der Vernichtung der Erreger. T-Lymphozyten können zum Beispiel durch die Ausschüttung bestimmter Substanzen infizierte Zellen abtöten. Ausserdem alarmieren sie sogenannte B-Lymphozyten, die Antikörper gegen den Erreger produzieren. Antikörper sind Proteine, welche sich an den Erreger binden und ihn dadurch unschädlich machen. Des Weiteren markieren sie den Erreger und sorgen so dafür, dass Fresszellen den Erreger beseitigen.

Impfung und das Immungedächtnis

Das wirklich tolle am Immunsystem ist, dass sich bestimmte Zellen an den Krankheitserreger erinnern können. Diese Gedächtniszellen (spezialisierte B-Lymphozyten) werden bei einer erneuten Infektion mit dem gleichen Erreger sofort aktiviert. Dadurch können sie innerhalb nur weniger Stunden die Immunreaktion auf den Erreger auslösen, wodurch das Ausbrechen der Infektion verhindert wird. Genau dieser Trick des Immunsystems wird bei einer Impfung ausgenützt!

Bei einer aktiven Impfung werden dem Körper abgeschwächte, tote oder nur Bruchstücke des Erregers verabreicht. Auch möglich ist die Verabreichung des inaktiven Giftes, wie beispielsweise bei der Tetanus-Impfung. Dadurch wird der Mensch nicht krank, aber sein Immunsystem reagiert dennoch auf die Fremdkörper. Die Immunabwehr bildet, wie oben beschrieben, Antikörper und kämpft gegen die Fremdkörper und nach erfolgreichem Kampf bleiben die Gedächtniszellen zurück. So kann der Körper bei einer Neuinfektion mit dem Erreger sofort reagieren und man wird nicht krank.

Weit seltener ist die passive Impfung mit Antikörper. Dabei werden Antikörper direkt gespritzt, wodurch der Körper sie nicht selbst produzieren muss. Diese passive Impfung hält nur wenige Wochen und wird nur in Notfällen angewendet, wenn der Körper schon mit dem Erreger infiziert ist. Beispielsweise wird die passive Impfung bei Verdacht auf Tollwut angewendet.

Quelle: SimplyScience Redaktion