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Event-Berichte

Die Welt der technischen Berufe

16.11.2009
  
  
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Zu zweit kann so manche Konstruktions-Klippe besser umschifft werden. (Bild: Hanspeter Inauen)
Zu zweit kann so manche Konstruktions-Klippe besser umschifft werden. (Bild: Hanspeter Inauen)

Regina Frei aus Frauenfeld besuchte uns im Auftrag von KIDSinfo (KIDSinfo ist ein Projekt der Schweizerischen Vereinigung der Ingenieurinnen) und stellte sich uns als eine Art Daniela Düsentrieb vor. Sie arbeitete beim Liftbauer Schindler, studierte an der ETH Lausanne Mikrotechnik, schrieb ihre Diplomarbeit in Schweden und war anschliessend für den Einsatz von Robotern bei der Uhrenfirma IWC in Schaffhausen zuständig. Zurzeit schreibt sie an ihrer Doktorarbeit an der Universität in Lissabon.


Mehr Frauen gewinnen

Sie sei oft die einzige Frau in einer von Männern dominierten Technikwelt, erzählte uns Regina Frei. Ihr Ziel, und damit auch das von KIDSinfo, sei es, mehr Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Wie faszinierend Technik sein kann, zeigte uns die Ingenieurin in mehreren Kurzfilmen mit Beispielen von Roboterarbeit. Damit wir die Filmbeiträge verstanden, erläuterte uns Regina Frei Begriffe wie 3D, Kinematik, Referenzpunkt und Anti-Kollisions-System.

Konkrete Arbeit

Als erste Aufgabe hatten wir einen möglichst hohen, aber windresistenten Legoturm zu erstellen. Dabei zeigte sich, dass oft die Natur mit einem Beispiel aufwartet. In unserem Fall ist es ein Baum mit seinem Wurzelwerk, der verrät, dass unser Turmfuss breit abgestützt werden muss, um den Anforderungen zu genügen. Technik, so Regina Frei, heisse ein Naturgesetz für uns nutzen. Im Unterschied zum Techniker, der Bekanntes verwende, suche der Ingenieur oder die Ingenieurin neue Lösungen und leite Entwicklungen.


Mit Legosteinen soll ein möglichst hoher, aber stabiler Turm gebaut werden. Ideen holt  man sich beim Baum. (Bild: Hanspeter Inauen)

Strom fliessen lassen

In Gruppen bauten wir nach Plan ein elektrisches Fragespiel. Wer genau las und sorgfältig vorging, konnte mit Elektrodraht, einer Abisolierzange, Kupferband, mit Karton, Klebstreifen, einem Glühlämpchen, mit Bananensteckern und einer Batterie ein funktionierendes Spiel bauen. Wir waren mächtig stolz auf unser Werk, das wir im Unterricht in verschiedenen Fächern einsetzen werden.


Das elektrische Fragespiel muss genau nach Plan erstellt werden. (Bild: Hanspeter Inauen)


Nach dem Abisolieren der Elektrokabel folgt die Montage der kleinen Bananenstecker. (Bild: Hanspeter Inauen)


Bei Problemen hilft Mikrotechnik-Ingenieurin Regina Frei von KIDSinfo weiter. (Bild: Hanspeter Inauen)

Zeit verging wie im Flug

Der Bericht über Regina Freis Werdegang, die Filmsequenzen und die konkrete Arbeit haben uns einen Morgen lang einen interessanten und spannenden Einblick in die Welt der Technik ermöglicht. Schade nur, dass die Uhrzeiger so rasch kreisten! Ob Frauen oder Männer Roboter für Blutbahnen oder Rettungs-Roboter erfinden und weiterentwickeln, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig scheint uns, dass die Welt der Technik allen interessierten und begabten Menschen offensteht.


Die Arbeit ist getan. Das elektrische Fragespiel funktioniert und kann sofort vielseitig  eingesetzt werden. (Bild: Hanspeter Inauen)

Klassenlehrer H. Inauen

Kids-Info