sprache FAQ/Hilfe| RSS-Feed| Twitter| Facebook| Flickr| YouTube|  

Kalender
Event-Berichte

Nestlé Forschungszentrum

15.02.2010
  
  
<     >

Die ganze Klasse versammelt (Bild: Nestlé Research)
Die ganze Klasse versammelt (Bild: Nestlé Research)

Anlässlich der Semaines de l’Innovation (dt. Wochen der Innovation) hat die Klasse 2-03 des Gymnasiums Collège du Sud in Bulle das Nestlé Forschungszentrum in Lausanne besucht. Diese Besichtigung fand am 06.11.2009 statt.


Präsentation

Das Unternehmen Nestlé ist weltweit vertreten und vertreibt mehr als 20 000, in verschiedenen Arten und Formen angebotene Produkte. Beispielsweise wird der Nestlé - Kaffee in der Schweiz und in Italien in Pulverform angeboten. In Russland schmeckt dieser gleiche Kaffee viel kräftiger und in Asien, wo er mit Milch vermischt in Dosen verkauft wird, viel süßer. Nestlé beschäftigt circa 280 000 Mitarbeiter, zudem sind mehr als 3 Millionen Personen indirekt für das Unternehmen tätig. Der Lebensmittelkonzern Nestlé ist weltweiter Marktführer im Lebensmittelbereich und verkauft täglich mehr als eine Milliarden Produkte.


Produkte von Nestlé (Cailler® Schokoladen) (Bild: Nestlé Research)

Weltweit gibt es 28 Nestlé Forschungs- und Entwicklungszentren, die vor allem in Europa und in Amerika ansässig sind. Nestlé arbeitet regelmäßig mit verschiedenen Universitäten und großen Unternehmen, wie zum Beispiel Novartis, zusammen. Ein weiteres Beispiel: Gemeinsam mit L’Oréal forscht Nestlé nach Lebensmittelprodukten, die zur Hautpflege, Körperpflege usw. positiv beitragen können. Die Nestlé Forschungsarbeiten sollen den Nährwert und den Geschmack von Lebensmitteln optimieren und gleichzeitig den Ansprüchen der in verschiedensten Ländern ansässigen Kunden gerecht werden. Die Nachhaltige Entwicklung spielt hierbei ebenfalls eine große und wichtige Rolle. Hierdurch konnte Nestlé im Verlaufe der letzten 10 Jahre einen Produktionsanstieg von 76% mit gleichzeitiger Verringerung des damit verbundenen Energie- und Wasserverbrauches und des CO2-Ausstosses verzeichnen.


Vortragende

Konferenzsaal (Bilder: Nestlé Research)

Gärung

Zur Herstellung von Enzymen werden Mikroorganismen verwendet.
Sie werden vor allem dazu verwendet, Polysaccharide oder Proteine zu zerlegen. Diese Vorgehensweisen ermöglichen es beispielsweise, die in der Milch vorhandenen Proteine zu zerspalten oder den Geschmack bei der Herstellung von Aromastoffen zu verstärken. Die Wissenschaftler verändern die Gärungsbedingungen, um diesen Vorgang zu optimieren (Temperatur, Mischung/Sauerstoff, pH-Wert, Nährstoffe usw.).


Behälter für Fermentationsversuche (Bild: Nestlé Research)

Zur Simulation der intestinalen Passage und der Verdauung der Lebensmittel wird hier ein spezielles Modell des Magen-Darm-Traktes verwendet. (Bild: Nestlé Research)

Erklärung des Fermentationsprozesses in einem Labor (Bild: Nestlé Research)

Forschungslabor


Labor für Verfahrensentwicklung (Bild: Nestlé Research)

Dieses Labor ist eine richtige „Minifabrik“, in der die industriellen Herstellungsverfahren im Miniformat ausgeführt werden können.
Hier werden u. a. Warenproben für die Wissenschaftler hergestellt, zudem werden Ernährungsverfahren untersucht. Den Labormitarbeitern ist es beispielsweise gelungen, eine viel schaumigeren und cremigeren Schaum für den Cappuccino herzustellen, in dem sie Luft in die Kaffeekörner mit einpressten.


Qualitätsvergleich von Schaum auf einem Cappuccino (Bild: Nestlé Research)

Ein Mitarbeiter von Nestlé arbeitet im Labor für Verfahrensentwicklung (Bild: Nestlé Research)

Sensorielle Wissenschaften

Nestlé führt regelmäßig Verbrauchertests oder sensorielle Analysen (die von ausgebildeten Verkostern vorgenommen werden) durch. Wir haben erfahren, dass der Geruchssinn und der Geschmackssinn miteinander verbunden sind, und dass kalter Tee anders schmeckt, wenn man eine Nasenklemme auf der Nase hat. Wir haben einen Test durchgeführt, um das Profil von zwei Schokoladensorten zu bestimmen, in dem wir verschiedene Kriterien wie zum Beispiel das Aussehen, die Textur usw. bewerteten.


Geschmackstests (Bilder: Nestlé Research)

Schlussfolgerung

Bei dieser äußerst interessanten und informativen Besichtigung konnten wir die verschiedenen Aspekte der im Lebensmittelsektor durchgeführten Forschungsarbeiten entdecken.
Beispielsweise haben wir erfahren, dass in diesem Forschungszentrum Mitarbeiter verschiedenster Herkunft, Glaubensrichtungen und mit verschiedensten Ausbildungen beschäftigt werden. Wir haben festgestellt, dass wissenschaftliche Arbeiten sehr abwechslungsreich sind und gute Sachkenntnisse in verschiedensten Bereichen voraussetzen.


Rückfahrt mit dem Bus (Bild: Nestlé Research)

Quelle: Schülerinnen und Schüler der Klasse 2-03 des Gymnasiums Collège du Sud, Bulle