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Stephan Marrer (52), Chemielaborant, Pharmazeut und Direktionsmitglied

Bild: Roche
Bild: Roche

Ich habe meine Karriere mit einer Lehre als Chemielaborant begonnen. Heute bin ich verantwortlich für die weltweite Produktionsstrategie bei einer grossen Pharmafirma.

















Ich hätte mir früher nicht erträumt, dass ich einmal einen so verantwortungsvollen Job habe, bei dem ich über die Zukunft von Arzneimitteln mitbestimmen kann. Nach der Schule wusste ich nur, dass ich etwas mit Naturwissenschaften machen wollte. Und endlich mein eigenes Geld verdienen. Deshalb habe ich mich für eine Lehre als Chemielaborant entschieden.


Wunsch nach mehr Wissen

Doch während der Lehre merkte ich bald, dass ich mehr lernen wollte. Und so holte ich die Matura nach und schrieb mich ein für das Pharmaziestudium an der Universität Bern. Für die Doktorarbeit ging ich nach Berlin, und danach forschte ich einige Zeit in Amerika.

Nach meiner Rückkehr in die Schweiz, wechselte ich von der Universität in die Pharmaindustrie. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber - der Roche -managte ich zuerst den Bereich Qualitätssicherung. Die tägliche Zusammenarbeit mit den verschiedenen Geschäftsbereichen gefiel mir sehr gut und ich konnte so mein pharmazeutisches Fachwissen ergänzen.


Arzneimittel optimal herstellen

An meiner nächsten Stelle war ich verantwortlich für die Herstellung von Arzneimitteln. Dabei geht es darum, die Medikamente so zu produzieren, dass sie vom Körper optimal aufgenommen werden und keine Nebenwirkungen erzeugen. In diesem Job war ich für 500 Mitarbeitende verantwortlich.

Auch nach meinem Studium bildete ich mich kontinuierlich weiter. Kürzlich absolvierte ich eine betriebswirtschaftliche Zusatzausbildung. Die neu erworbenen Kenntnisse sind wichtig für meine heutige Arbeit. Dabei muss ich vor allem weltweite Strategien für unser Unternehmen entwickeln und unsere Firma mit der Konkurrenz vergleichen. Darauf aufbauend werden die Entwicklungspläne für die nächsten fünf Jahre erstellt. Dazu gehört auch, dass wir uns überlegen, welche Fähigkeiten und welches Wissen unsere Mitarbeiter in Zukunft benötigen.


Dozent und Direktionsmitglied

Neben der Arbeit als Direktionsmitglied möchte ich mein Wissen aber auch weitergeben. Deshalb gab ich während 15 Jahren an der ETH Zürich und der Universität Basel Vorlesungen und Kurse im Rahmen des Pharmazie-Studiums. Weiterhin betreue ich Projekte und Dissertationen.

Junge Leute sollten sich frühzeitig Gedanken über ihre berufliche Karriere machen. Ein persönlicher „Ausbildungs-Fahrplan“ hilft viel! Auch wenn er nicht genau eingehalten wird, so gibt er doch eine gewisse Vision, was der einzelne erreichen will. Sehr wichtig finde ich aber, dass dieser Plan schriftlich festgehalten und regelmässig überarbeitet wird. Dies zwingt einem dazu, die Gedanken in regelmässigen Abständen zu aktualisieren.


Quelle: Redaktion SimplyScience.ch

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