Der Wintervorrat - überlebenswichtig für viele Tiere

Wenn es auf die kalte Jahreszeit zugeht, hören die Pflanzen auf zu wachsen und die Blätter fallen von den Bäumen. Im Winter bedeckt dann der Schnee Wiesen und Bäume. Zudem tragen die Seen eine Eisschicht und der Boden ist gefroren. Während dieser Jahreszeit ist es für Tiere besonders schwer, genügend Futter zu finden. Um den Winter zu überstehen, legen manche Tiere einen Futtervorrat an.

Eichhörnchen im Winter

Eichhörnchen bei der Futtersuche im Winter. Bild: CanStockPhoto

Manche Tiere beginnen bereits im Herbst damit, Futtervorräte zu sammeln und zu verstecken. Dazu gehören Eichhörnchen, Hamster, Mäuse und Bären sowie verschiedene Vögel. Sie sammeln zum Beispiel Zapfen, Nüsse, Samen und Pilze. Dieses Futter lagern sie in Baumhöhlen, leeren Vogelnestern, im Boden oder unter Steinen. Meistens verstecken die Tiere viel mehr als sie fressen können. Dies ist sinnvoll, da die Tiere manchmal vergessen, wo sie das Futter versteckt haben und das Futter nicht mehr wiederfinden können. Es könnte aber auch sein, dass andere Tiere die Wintervorräte klauen und sie deswegen lieber etwas mehr Futter verstecken.

Nach der Arbeit kommt die Winterruhe

Wenn die Tiere genügend Futter versteckt haben und der Winter kommt, beginnt bei den Tieren die Winterruhe. Nun suchen sich die Tiere einen Ort, an dem sie sich gut verstecken können und es schön warm ist. In diesem Versteck schlafen sie dann sehr viel, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Nur wenn sie hungrig sind, werden sie wach und fressen das Futter aus ihren Wintervorräten.

Junger Baum

Junger Baum, der im Frühjahr anfängt zu keimen. Bild: CanStockPhoto

Wie aus Wintervorräten neue Bäume entstehen

Es ist übrigens gar nicht so schlimm, dass die Tiere manchmal ihre Wintervorräte nicht wiederfinden. Denn aus den Samen, die bis zum Frühjahr im Boden bleiben, können wieder neue Pflanzen entstehen. Die Tiere tragen also dazu bei, dass der Wald jung bleibt. Und so haben beide Seiten einen Vorteil davon: Die Bäume geben den Tieren ihre Früchte, und andersherum pflanzen die Tiere neue Bäume.

Gänsehaut

Futterstelle mit Heu, das vom Förster bereitgestellt wird. Bild: CanStockPhoto

Manche Tiere werden im Winter vom Förster gefüttert

Viele Tiere, wie Wildschweine, Rehe und Hirsche legen jedoch keine Vorräte für den Winter an. Da es für diese Tiere im Winter kaum Nahrung gibt, müssen sie oft hungern. Manchmal fressen sie sogar die Rinde von den Bäumen. Damit sie nicht allzu hungrig werden, richten Förster im Winter Futterstellen für diese Tiere ein. An diesen Futterstellen finden sie dann zum Beispiel Heu und Kastanien. Auch wenn diese Tiere keinen Winterschlaf machen, bewegen sie sich nur noch ganz wenig. Ausserdem stehen sie häufig eng beieinander, damit sie sich gegenseitig wärmen können. So sparen sie Energie.

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