TecNight in Wohlen

Die regelmässig von der SATW organisierte TecNight soll das Verständnis und Interesse für Technik und Naturwissenschaft in der Öffentlichkeit und insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern fördern.

Noemi Bodmer und Pernille Meier von der Klasse G4A, befragen Dr. Georg Schäppi, Geschäftsleiter des aha! Allergiezentrums Schweiz. Bild: SATW

Ort: Kantonsschule Wohlen, Hauptgebäude, Damen-WC. Zwei etwa 18-jährige Mädchen unterhalten sich begeistert: "Und? War es spannend?" "JA! Ich freue mich schon auf die nächsten drei Vorträge!" und verlassen das WC im Laufschritt. Die beiden Schülerinnen haben gerade den TecDay hinter sich und freuen sich auf die dreistündige TecNight. Beide Anlässe werden regelmässig von der SATW in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule veranstaltet, um das Verständnis und Interesse für Technik und Naturwissenschaft in der Öffentlichkeit und insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Während sich die TecDay nur an letztere richtet und Teil des Unterrichts ist, können die TecNights von allen Interessierten besucht werden.

Technik à discretion

Heute Abend ist das Programm wie immer umfangreich und vielfältig: Von Nanomedizin über Handystrahlung bis zum Brückenbau werden Themen behandelt, die jede und jeden, ob technikaffin oder nicht, im Alltag betreffen und deshalb auf grosses Interesse stossen. So gleicht die Kantonsschule Wohlen an dem Abend einem summenden Bienenhaus, in dem erst Ruhe einkehrt, wenn die Vorträge beginnen.

Eine gelungene Premiere

Neben der grossen Anzahl an Referaten, die von Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie gehalten werden, finden zum ersten Mal zwei Fragerunden statt, die von Schülerinnen und Schülern moderiert werden. Zwei von der Biologie begeisterte Schülerinnen, Noemi Bodmer und Pernille Meier von der Klasse G4A, befragen Dr. Georg Schäppi, Geschäftsleiter des aha! Allergiezentrums Schweiz zum Thema "Zukunftskrankheit Allergie". Den Fragen von Christoph Biegel und Nicolas Pfäffli von der Klasse G4D bzw. G4F, die beide Biologie, Chemie und Physik als Lieblingsfächer angeben, stellt sich der Physiker Dr. Fritz Gassmann, seinerseits Leiter des Schülerlabors am PSI. Für das Thema "Schwarze Löcher und Gravitationswellen" haben sich die beiden Schüler entschieden, weil es im Schulunterricht nicht behandelt wurde und sie die Gelegenheit ergreifen wollten, nun mehr darüber zu erfahren.

Die Mediothek, in der diese zwei «Science Talks» stattfinden, ist bis auf die Treppenstufen und die Empore voll besetzt. Trotz der vorgerückten Stunde folgen die Schülerinnen und Schüler mit Interesse den Ausführungen der Fachleute – nur wenige lassen sich von ihren Smartphones ablenken. Kein Wunder, denn Dr. Schäppi und Dr. Gassmann beantworten jede Frage mit Elan und man spürt ihr Bedürfnis, mit dem Publikum ihr Wissen und ihre Erfahrung zu teilen. Nicolas hat dieses Interview mit Dr. Fritz Gassmann grossen Spass bereitet, und er schätzt "die tollen Einblicke in Anwendungsbereiche der Naturwissenschaften und das breite Spektrum an unterschiedlichen Themen", das an der TecNight geboten wurde. Für Christoph war "die Möglichkeit ein Interview zu führen auch ein Pluspunkt, da man so Fragen auf Antworten erhalten konnte, die man sonst nicht findet."

Auch wenn nach dieser TecNight nicht alle Schülerinnen und Schüler eine naturwissenschaftlichtechnische Ausbildung anstreben werden, das Verständnis oder sogar die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik sollte bei vielen geweckt worden sein.

Hier findest du ein Interview mit Christoph und Nicolas.

Text: SATW / Alexandra Rosakis
Quelle: Technoscope 2/17: Satelliten – Navigation, Vermessung, Beobachtung. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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