Der klingende Draht

Ein verwunderliches Phänomen: Eine einfache Schnur reicht, um einem unspektakulären Stückchen Draht, einen hellen Glockenklang zu entlocken.

Das brauchst du:

  • einen dicken Metalldraht (Durchmesser etwa 2 Millimeter)
  • ein Stück Schnur, etwa 80 Zentimeter lang
  • Zange

So wird's gemacht:

  1. Biege den Metalldraht mit den Fingern oder mit der Zange zu einer Form deiner Wahl; lass deiner Fantasie freien Lauf.
  2. Binde nun die Schnur an deine Drahtform und zwar so, dass die Form genau in der Mitte der Schnur angebracht ist.
  3. Schlag die hängende Drahtfigur gegen eine Tischkante. Was hörst du?
  4. Drücke nun du die beiden Enden der Schnur gegen deine Ohren und schlag die Drahtfigur nochmal gegen die Tischkante. Was hörst du jetzt?

Scharf beobachtet:

Wenn du die Schnur gegen deine Ohren drückst und die metallene Form gegen die Tischkante schlägst, ist ein sehr deutlicher, glockenähnlicher Klang zu hören. Wenn du die Schnur nicht an die Ohren hältst, ist der Klang viel leiser.

Was steckt dahinter?

Wenn jemand zu dir spricht, kannst du ihn hören, weil das Sprechen die Luft zum Schwingen bringt. Diese Schwingungen oder Schallwellen erreichen deine Ohren und du kannst die Person hören. Schall (Geräusche, Musik, Lärm) breitet sich also durch die Luft aus. Er kann sich aber auch im Wasser ausbreiten (wenn du im See den Kopf unter Wasser hältst, kannst du manchmal ein in der Nähe vorbeifahrendes Motorboot hören) und durch feste Gegenstände. Die Schwingungen, die entstehen, wenn du den Draht gegen die Tischkante schlägst, werden durch die Schnur viel stärker übertragen als durch die Luft. Das heisst, die Schnur leitet den Schall viel besser als die Luft. Darum ist der Klang viel deutlicher zu hören, wenn du die Schnur an deine Ohren hältst.

Beim Experimentieren zu Hause hilft dir die Anleitung als PDF zum Herunterladen.

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Muggebei schrieb:

Sehr guter Artikel