Luft & Wasser

Lässt sich ein Wasserstrahl verbiegen?

Diesen Anblick sind wir uns gewohnt. Das Wasser fliesst nach unten. Bild: S_E/Shutterstock.com

Wasser fliesst immer auf dem direktesten Weg nach unten. Immer? Oder schaffst du es, einen Wasserstrahl aus dem Wasserhahn abzulenken und von dir wegzustossen? Dieses Experiment zeigt dir, wie es geht.

Das brauchst du:

  • einen Kamm aus Kunststoff
  • ein Woll- oder Seidentuch

So wird's gemacht:

  1. Drehe den Wasserhahn so auf, dass ein dünner, regelmässiger Strahl heraus läuft.
  2. Reibe nun den Kamm mit dem Tuch und halte ihn nahe zum Wasserstahl. Was geschieht?

Scharf beobachtet:

Der Wasserstrahl nähert sich dem Kamm - das Wasser "verbiegt" sich.

Was dahinter steckt:

Die kleinsten Teilchen des Wassers (die Wassermoleküle) bestehen unter anderem aus negativ geladenen Elektronen und positiv geladenen Protonen. Diese Ladungen sind im Molekül nicht ganz gleichmässig verteilt. Jedes Wassermolekül hat also einen schwachen positiven und einen negativen Pol. Wenn es in die Nähe eines elektrisch geladenen Gegenstandes kommt, richtet es sich wie ein kleiner Magnet im elektrischen Feld aus.

Als du den Kamm am Wolltuch gerieben hast, sind Elektronen vom Kamm auf das Tuch gesprungen, so dass der Kamm nun zuwenige Elektronen hat und positiv geladen ist. Bringt man ihn in die Nähe des Wasserstrahls, zieht er den negativen Pol der Wassermoleküle an und lenkt den Strahl ab.

Erstellt: 01.10.2014
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