Umweltsünder Smartphone

Ein einzelnes Smartphone kann die Erde gut verkraften. Knapp 8 Milliarden* registrierte Smartphones weltweit aber bringen sie mächtig zum Schwitzen, auch wenn sie offline sind. Fakten und Zahlen rund um die ökologische Bilanz unseres liebsten Spielzeugs.

Bild: CanStockPhoto

  • Ein Smartphone besteht aus mehr als 40 bis 60 verschiedenen Rohstoffen aus aller Welt. Ein Viertel davon sind Metalle.
  • Insgesamt werden etwa 30 verschiedene Metalle benötigt, um ein Smartphone zu produzieren. Zum Beispiel die guten Stromleiter Kupfer und Gold, Kobalt im Akku oder seltene Erden wie Gallium, Tantal oder Indium.
  • Im Laufe seines Lebens verbraucht ein Smartphone alles in allem etwa 75.3 Kilo an Ressourcen – während es selbst nur etwa 80 Gramm wiegt.
  • Allein in Deutschland landen jährlich 1000 Tonnen wertvolle Rohstoffe aus Mobiltelefonen im Müll.
  • Weltweit sind es laut Unesco fast 45 Millionen Tonnen Elektroschrott oder sechs Kilogramm pro Person.
  • Der tägliche Gebrauch von Smartphones, Tablets und Co. eines typischen Schweizer Jugendlichen belastet die Umwelt ebenso wie eine Autofahrt von 3.2 Kilometern oder der Verzehr eines Hamburgers.
  • Die Produktion von "einem Gramm Smartphone" verbraucht ca. 80 Mal mehr Energie als die Produktion von "einem Gramm Auto".
  • Die meisten Ressourcen verschlingt der Abbau der Rohstoffe. Jede Menge Energie kosten auch Transport, Weiterverarbeitung, Nutzung und Entsorgung.
  • Ohne geht’s nicht mehr. Mehr als die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung leidet an Nomophobie. Das ist die panische Angst davor, das Smartphone zu verlieren, nicht mehr erreichbar zu sein und offline zu verkümmern.

Text: SATW / Christina D'Anna-Huber
Quelle: Technoscope 3/19: Internet und Umwelt. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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