Woher kommt die nötige Power?

Im Jahresdurchschnitt stammen nur 60% der in der Schweiz verbrauchten Elektrizität aus inländischer Produktion. Wie wird dieser Strom produziert und woher stammt der Rest?

Staumauer Wettingen. Bild: Badener/Wikimedia Commons, CC-Lizenz

Strom macht ein Viertel der insgesamt in der Schweiz verbrauchten Energie aus. Fällt er aus, steht vieles still. Die Wasserkraft ist die wichtigste Form der Stromerzeugung in der Schweiz. Rund 59% des in der Schweiz verbrauchten Stroms werden aus Wasserkraft (Lauf- und Speicherkraftwerke) und 31,7% aus Kernkraft erzeugt. Erneuerbare Anlagen tragen 5% zur gesamten Stromerzeugung bei. Die inländische Stromerzeugung ist daher praktisch CO2-frei.

Die Schweiz importiert jedoch auch Strom aus dem Ausland – hauptsächlich aus Deutschland und Frankreich. Dieser Strom stammt vorwiegend aus konventionellen thermischen Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdgas oder Erdöl) betrieben werden. Aufgrund dieser importierten Elektrizität werden für jede in der Schweiz verbrauchten kWh Strom durchschnittlich zwischen 80 und 110 Gramm CO2 in die Atmosphäre freigesetzt – also ebenso viel, wie ein Kleinwagen auf einem Kilometer Fahrt ausstösst. Im Jahresdurchschnitt stammen nur 60% der in der Schweiz verbrauchten Elektrizität aus inländischer Produktion.

Um nicht nur unsere CO2-Emmissionen, sondern auch unsere Abhängigkeit von ausländischem Strom zu reduzieren, sollten wir darauf achten, keine Energie zu verschwenden. Elektrogeräte wie Computer, Bildschirm, Modem, Fernseher usw. sollten möglichst ausgeschaltet werden, wenn man sie nicht braucht.

Text: SATW / Christine D’Anna-Huber
Quelle: Technoscope 3/19: Internet und Umwelt. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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