Hirnforschung – Der Natur auf der Spur

Die künstliche Intelligenz imitiert unser Gehirn. Dumm nur, dass wir dieses noch gar nicht so gut verstehen.

Bild: CanStockPhoto

Um das menschliche Gehirn maschinell nachbilden zu können, müsste man dieses zuerst ganz genau kennen. Das Gegenteil ist der Fall: Je mehr Fortschritte die Neurowissenschaften machen, desto geheimnisvoller erscheint das menschliche Hirn. Weltweit werden zurzeit Milliarden Franken in riesige Forschungsprojekte gesteckt, um das zu ändern. In den USA versucht die "Brain Initiative" (Kostenpunkt: 3 Milliarden US-Dollar, Laufzeit: 10 Jahre) seit 2013, die Aktivität der insgesamt 86 Milliarden Nervenzellen des menschlichen Gehirns in sogenannten Hirnkarten zu erfassen.

In Europa ist gleichzeitig das "Human Brain Projekt" gestartet (Kostenpunkt: 1 Milliarde Euro, Laufzeit: 10 Jahre), ein riesiges Forschungsprojekt, an dem mehr als 135 Institutionen aus 23 Ländern beteiligt sind. Es verfolgt das ehrgeizige Ziel, das gesamte Wissen über das menschliche Hirn zusammenzutragen, um dieses dann Zelle um Zelle in jeder Einzelheit in einem Supercomputer nachzubilden. Mit diesem künstlichen Hirn sollen Hirnfunktionen, aber auch Krankheiten wie Alzheimer simuliert und besser verstanden werden.

Quelle: Technoscope 3/20: Künstliche Intelligenz im Alltag. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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