Wasser und Seife

Die fettlösenden Eigenschaften der Seife beruhen auf dem speziellen Aufbau der Seifenteilchen. Seife verändert also die Eigenschaften von Wasser, wenn sich die Seifenteilchen darin auflösen und verteilen.

Deshalb kann man mit Seifenwasser auch Seifenblasen machen (die detaillierte Erklärung dazu findest du hier). Die folgenden zwei Experimente, machen den Effekt von Seife im Wasser sichtbar - und dir fallen bestimmt noch weitere ein!

Geheimnisvolles Boot

Wusstest du, dass man mit Spülmittel oder Flüssigseife ein Papierschiffchen antreiben kann?

So wird’s gemacht:

  1. Fülle den Suppenteller mit Wasser.
  2. Falte aus Papier ein kleines Schiffchen oder schneide eines aus Karton aus.
  3. Setze das Schiffchen vorsichtig in die Mitte des Suppentellers und lass es schwimmen.
  4. Benetze deinen Finger mit etwas Spülmittel.
  5. Tauche den Finger hinter dem Schiff ins Wasser ein.

Scharf beobachtet:

Wenn du dein Schiffchen aufs Wasser setzt und dahinter den Finger eintauchst, geschieht normalerweise nichts Besonderes. Macht man dasselbe nochmals, nun mit ein wenig Spülmittel auf dem Finger, sieht das ganz anders aus: Auf einmal saust das Boot mit Volldampf in Richtung Tellerrand!

Was steckt dahinter?

Die Wasseroberfläche bildet eine Art "Haut", auf der das Schiffchen schwimmt. Diese Haut wird durch die Seifenteilchen hinter dem Schiffchen zerrissen. Wegen ihrer Oberflächenspannung zieht sich die seifenfreie Wasserhaut von diesem Loch zurück (wie eine elastische Folie, in die du ein Loch stichst) und zieht das Schiffchen dabei mit sich.

Du willst es noch etwas genauer wissen? Dann schau dir die Anleitung als PDF zum Herunterladen an.

Rette sich, wer kann!

Pulver oder feiner Staub, der auf dem Wasser schwimmt, scheint vor dem Kontakt mit Flüssigseife geradezu panikartig zu fliehen.

So wird’s gemacht:

  1. Fülle den Suppenteller oder die Glasschale mit Wasser.
  2. Verteile Paprika- oder Pfefferpulver fein auf der ganzen Wasseroberfläche.
  3. Tauche einen Finger vorsichtig in der Mitte des Tellers ins Wasser und zieh ihn wieder heraus. Geschieht etwas?
  4. Trage ein wenig Spülmittel auf den Finger auf.
  5. Tauche den Finger nochmals in der Mitte des Tellers ein. Und nun?

Scharf beobachtet:

Beim Eintauchen des Fingers in der Mitte des Tellers geschieht erst einmal nichts. Macht man dasselbe aber nochmals, nun mit ein wenig Spülmittel auf dem Finger, sieht das ganz anders aus: Auf einmal fliehen alle Pulverteilchen in Richtung Tellerrand!

Was steckt dahinter?

Wie das Schiffchen schwimmt auch das Pulverauf der Wasserhaut. Seife reisst ein Loch in diese Haut und damit auch in die Pulverschicht.

Mehr Bilder und Infos findest du in der Anleitung als PDF zum Herunterladen.

Infobox

Seifenblasenrezept: Das brauchst du

  • Flüssigseife oder Geschirrspülmittel
  • Wasser
  • Zucker
  • Fischkleister
  • Glycerin (bekommt man in der Apotheke)

Anleitung für extrastarke Seifenblasen als PDF zum Herunterladen

Noch mehr Versuche ...

Fallen dir selbst noch weitere Versuche ein, die du mit Wasser und Seife machen kannst? Wie wäre es mit diesem hier:

Du brauchst ein Zündholz, ein Messer, ein ganz kleines Stück Seife und eine Schüssel Wasser. Spalte das hintere Ende des Zündholzes mit dem Messer (oder lass dir dabei helfen) und klemme ein kleines Seifenstück in den Spalt. Lege das Zündholz aufs Wasser und beobachte, wie lange es herumschwimmt. Wovon wird das Zündholz-Schiffchen angetrieben? Die Antwort ist dieselbe wie beim "Geheimnisvollen Boot" aus Papier: Die Seife löst sich im Wasser und verringert die Oberflächenspannung hinter dem Schiffchen; vorne ist die Wasser-"Haut" hingegen intakt und zieht am Schiffchen.

Bilder: Manuel Burkhalter

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