Was ist Gentechnik?

Kann Gentechnik alle Krankheiten heilen oder schaffen die Forscher nur Monster? Die Wahrheit ist in der Mitte. Bild: CanStockPhoto

In der Gentechnik werden Gene isoliert, gelesen, kopiert, verändert, neu kombiniert und von einem Lebewesen auf ein anderes übertragen. Die Gentechnik wird in der Forschung, in der Medizin und für die Herstellung von gentechnisch veränderten Pflanzen gebraucht.

Zur Erinnerung: Alle Lebewesen besitzen ein Buch (DNS) in ihren Zellen, das mit den Buchstaben A, C, G und T geschrieben ist. Ein Gen entspricht einem Satz in diesem Buch.

Mit Gentechnik ist es möglich, gezielt Veränderungen in diesem Buch vorzunehmen, z.B. einen Satz einzufügen. Der ursprünglichen DNS wird ein zusätzliches Gen eingesetzt.

Eine solche Gen-Übertragung funktioniert auch zwischen Lebewesen, die nicht miteinander verwandt sind. So ist es z.B. möglich, ein Gen eines Bakteriums in die DNS einer Pflanze einzufügen.

Wie mit jeder neuen Technik sind auch mit der Gentechnik übertriebene Hoffnungen und Ängste gleichzeitig verbunden. Die Vorstellung, mittels Gentechnik könne man alle Krankheiten und den Hunger aus der Welt schaffen, ist genau so falsch wie die Vorstellung, Gentechniker würden in ihren Labors Monster schaffen.

Hier wird dir erklärt, was Gentechnik ist, welche Werkzeuge ein Gentechniker im Labor braucht und mit welchen Methoden er arbeitet.

Dieser Inhalt stammt von der ehemaligen Website gene-abc.ch, die im Jahr 2016 in die Website SimplyScience.ch integriert wurde. Das Gene ABC war eine Initiative des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) und wird seit 2016 von der SimplyScience Stiftung weitergeführt.

Was ist Gentechnik?

Genomeditierung mit CRISPR/Cas9

CRISPR/Cas9 ist eine Methode, die in nur wenigen Jahren nicht nur die Gentechnik, sondern die Molekularbiologie im Allgemeinen einen Sprung nach vorne gebracht hat. Die Methode wird angewandt, um DNA an spezifischen Stellen zu verändern, man spricht dabei auch von Genomeditierung.

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