Tintenblumen: Aus weiss wird farbig

Weisse Blumen sind hübsch anzusehen. Aber noch spannender ist es zu beobachten, wie sich ihre Blütenblätter langsam einfärben, sobald ihre Stengel eine Weile in farbigem Tintenwasser stehen.

Bild: Zoe Bont

Vorsicht: Tintenspritzer lassen sich zwar mit Wasser und Seife wieder entfernen, aber es ist trotzdem gut, wenn du beim Vorbereiten des Tintenwassers Handschuhe trägst und das Ganze in einem Waschbecken machst!

Infobox

Bild: Zoe Bont

Das brauchst du:

  • eine weisse Blüte, z.B. eine Tulpe, Nelke oder Rose
  • farbige Tintenpatronen
  • eine Schere
  • evtl. ein scharfes Messer
  • mehrere Gläser
  • Wasser

So wird’s gemacht:

  1. Stelle für jede Farbe, die du deinen Blumen geben möchtest, ein Glas mit Wasser bereit.
  2. Nun kommen pro Glas zwischen 3 und 6 Tintenpatronen hinein, und zwar so: Schneide die Tintenpatrone an einem Ende mit der Schere auf (Achtung Spritzer!) und kippe sie über das Wasserglas. Nun schneidest du das andere Ende auf, so dass Luft in die Patronenhülle gelangen kann und die Tinte herausfliesst. Je mehr Tintenpatronen du in ein Glas gibst, desto dunkler wird sich die Blüte färben.
  3. Kürze die Blume auf ungefähr 10 cm Länge und stelle sie schnell in das Glas mit dem gefärbten Wasser. Jetzt heisst es beobachten und warten. Bereits nach zwei Stunden sind die Blütenränder etwas gefärbt, und nach einem Tag bekommt die ganze Blüte eine schöne Farbe.
  4. Wenn du eine Blüte zweifarbig machen möchtest, dann schneidest du den Stiel etwa zu zwei Drittel der Länge nach auf (hier ist ein scharfes Messer nützlich, lass dir von einem Erwachsenen helfen). Nun schiebst du zwei Gläser mit unterschiedlichem Tintenwasser nahe zueinander und stellst die Blüte mit je einer Stielhälfte in ein Glas.

Noch mehr Bilder und Ideen zu diesem Experiment findest du in der Anleitung als PDF zum Herunterladen

Bild: Zoe Bont

Was steckt dahinter?

Das Experiment zeigt, wie die Blumen das farbige Wasser „trinken“. Pflanzen besitzen ein Transportsystem aus Röhren, die man Leitbündel nennt. So können sie Wasser und Nährstoffe  transportieren. Die Röhren für den Transport nach oben saugen Wasser und darin gelöste Stoffe an und bringen diese von den Wurzeln zu den oberirdischen Pflanzenteilen. Da in unserem Experiment die Tinte im Wasser aufgelöst ist, nimmt die Blume diese zusammen mit dem Wasser auf und transportiert sie in den Leitbündeln zu den Blütenblättern.

Interessant ist bei der zweifarbigen Blüte, dass jeweils ein ganzes Blütenblatt eine Farbe erhält und es keine „farbgemischten“ Blütenblätter gibt. Dies zeigt, dass bei unserer Rose die Leitbündel so funktionieren, dass jedes Blütenblatt von eigenen Leitbündeln versorgt wird.

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simplyscience schrieb:

Hallo YumeAngeloid,
das ist gut möglich. Wenn der Stiel am Ende vertrocknet ist, kann kein Wasser mehr den Stiel hochsteigen und somit natürlich auch keine Farbe. Du kannst den Stiel noch etwas kürzen, wenn er am Ende vertrocknet ist, und dann ins Wasser stellen.

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YumeAngeloid schrieb:

Ich hätte da eine frage und zwar scheitert der Versuch wenn man den Stiel der Blume 10 cm schneidet aber es nicht sofort ins Wasser tut ?