Gian Andrea Spescha, Lernender Automatiker EFZ im vierten Lehrjahr

Gian Andrea Spescha ist im vierten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Automatiker EFZ bei Ems. Im Gespräch mit Ladina Steinmann erzählt er, warum er diese Entscheidung noch keine Minute bereut hat.

"Immer auf dem neusten Stand der Technik!" (Bild: Ladina Steinmann/BüWo)

Warum hast du dich entschieden, eine Berufslehre zu absolvieren?
Was ich gehört habe und für mich auch stimmt, ist, dass heute Praxis gefragter ist als Theorie. Darum finde ich es besser, wenn man eine Berufslehre mit BMS absolviert und sich nach der Lehre weiterbildet. Zudem wollte ich bei der Berufswahl meine handwerkliche Begabung nutzen.

Wie bist du auf diesen Lehrberuf gekommen?
Ich habe mich schon immer für Technik interessiert. Und ich habe immer schon gewusst, dass ich in diesem Bereich etwas machen will, sei es als Elektromonteur oder als Multimedia-Elektroniker - einfach einen Beruf, bei dem ich mit Strom arbeiten kann.

Hast du eine Schnupperlehre gemacht? Wo?
Als Automatiker habe ich hier bei Ems eine Schnupperlehre gemacht. Ausserdem habe ich in Ilanz in einem Betrieb als Multimedia- Elektroniker geschnuppert.

Was gefällt dir an diesem Lehrberuf?
Technik ist ein grosses und vielschichtiges Gebiet. Dadurch ist der Beruf des Automatikers sehr abwechslungsreich. Und man ist über den neuesten Stand der Technik auf dem Laufenden, weil es immer wieder Neues gibt.

Warum hast du dich bei Ems um eine Lehrstelle beworben?
Mir hat es hier während meiner Schnupperlehre gefallen. Das Arbeitsklima und die Arbeit stimmen für mich. Zudem hat Ems einen guten Namen in Sachen Lehrlingsausbildung.

Alles in Ordnung? Gian Andrea Spescha (rechts), Automatiker-Lernender im 4. Lehrjahr, und sein Lehrmeister Clau Maissen überprüfen die Verdrahtung einer elektrischen Steuerung (Bild: Ladina Steinmann/BüWo).

Welche Tätigkeiten übt man in diesem Lehrberuf hauptsächlich aus?
Das sind sicher der Aufbau von elektrischen und pneumatischen Steuerungen sowie das Arbeiten mit Speicherprogrammierbaren Steuerungen. Natürlich sind wir auch für Wartungsarbeiten oder für die Behebung von Störungen zuständig.

Würdest du einem Kollegen/einer Kollegin diesen Lehrberuf auch empfehlen? Warum?
Auf jeden Fall. Ich habe keine Minute bereut, dass ich mich für diese Lehre entschieden habe. Als Automatiker befasst man sich mit Mechanik, Elektrotechnik und Automation. Wichtig ist, dass das Interesse für Technik vorhanden ist. Ausserdem braucht es auch eine gute Vorstellungskraft, weil man Strom nicht sehen kann.

Machst du parallel zur Lehre auch eine BMS? Warum?
Ja, sicher. Heutzutage ist es wichtig, dass man sich die Türen für Weiterbildungen offen hält. Was aber nicht unbedingt heissen muss, dass man eine Hochschule besuchen muss. Klar, ich habe mir natürlich auch schon Gedanken darüber gemacht, ob ich an einer Hochschule die Ausbildung zum Elektroingenieur absolvieren will, aber das ist noch offen.

Hast du schon Pläne, wie es nach der Lehre weitergehen soll?
Bald habe ich die BMS-Abschlussprüfung und im März die Aushebung. Momentan habe ich keine grossen Pläne. Es wäre natürlich schön, wenn ich hier noch einige Zeit bleiben könnte. Vielleicht besuche ich neben der Arbeit eine Schule. Zurzeit steht alles noch in den Sternen.

Viele Lehrbetriebe legen grossen Wert auf Disziplin und Leistung. Wie merkst du das während der Lehre?
Nach jedem Semester haben wir (Automatiker) Qualifikationsbewertung: Darin enthalten sind die Schulnoten, wie man handwerklich arbeitet, Geschicklichkeit und soziale Aspekte. Das Ganze hat nichts mit der Lehrabschlussprüfung zu tun. Es ist vielmehr eine betriebliche Bewertung. Wenn wir Fragen oder Probleme haben, sei es an der Schule oder im Betrieb, ist immer jemand da, der uns hilft.


Quelle: Das Interview führte Ladina Steinmann, es erschien in der Bündner Woche büwo vom 03.02.2010. Den vollständigen Artikel mit zusätzlichen Angaben zur Berufsausbildung kannst Du hier als PDF herunterladen.

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