Luzia Senn (23), angehende Pharmakologin

Mein Interesse für die Naturwissenschaften habe ich eigentlich schon von Kindsbeinen an. Damals faszinierten mich die Tiere und Pflanzen.

So sieht ein Moosbioreaktor aus.

So sieht ein Moosbioreaktor aus. In der Biotechnologie wird häufig mit Bioreaktoren gearbeitet, man braucht sie um bestimmte Mikroorganismen zu kultivieren. Bild: University Freiburg, AG Reski/WikimediaCommons

Luzia Senn

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Später, am Gymnasium, mit der Fachrichtung Biologie und Chemie, waren es vor allem die "kleinen Teile" der Biologie, die DNA oder die Enzyme, die mich faszinierten. Denn sie bilden zusammen ein ausgeklügeltes, unfassbar komplexes System - das Leben.

Während des Biologiestudiums an der ETH Zürich, merkte ich ziemlich schnell, dass mich nur gewisse Gebiete der Biologie wirklich interessieren. Es waren die Gebiete, welche sich mit den kleinsten funktionellen Einheiten von Lebewesen beschäftigen. Wie die Zellbiologie, die Biochemie und die Molekularbiologie. Aber das ausschlaggebende war, dass ich mich sehr für die Anwendung der Biologie zum Nutzen des Menschen zu interessieren begann. Deshalb entschied ich mich für einen Wechsel des Studiengangs.

Jetzt studiere ich Biotechnologie an der Fachhochschule in Wädenswil. Dort studiert man viel praxisorientierter als an der ETHZ. Dass heisst es geht nicht hauptsächlich darum wie z.B. Zellen funktionieren, sondern auch darum, wie man beispielsweise Bakterien für die Produktion von Arzneimitteln verwenden kann.

Neben vielen Laborpraktika haben wir natürlich auch noch Vorlesungen. Unterricht und Praktika sind sehr abwechslungsreich. Biotechnologie kann man vielfältig anwenden. Sie wird in der Pharmaindustrie, Medizin, Umwelttechnologie, Lebensmittelindustrie, Landwirtschaft u.s.w. gebraucht. Dieser Reichtum an Abwechslung geht auch im späteren Berufsleben nicht verloren.

Für meinen Abschluss, habe ich nun die Richtung Pharmakologie gewählt. Das Arbeiten im Labor macht mir mehr Spass als grosse Bioreaktoren (siehe Bild oben) zu bedienen. Bioreaktoren würde man bei der Richtung Biotechnologie aber häufig sehen. Am liebsten möchte ich später auf dem Gebiet der molekularen Biotechnologie arbeiten.

Im Unterschied zur normalen Biotechnologie arbeitet man in der molekularen Biotechnologie nicht mit grossen Reaktioren, sondern forscht beispielsweise daran wie Bakterien bei der Herstellung wichtiger Stoffe (wie Antibiotika oder Vitamine) helfen können. Ein Praktikum bei einer Forschungsgruppe auf diesem Gebiet an der ETHZ bestätigte mich in meinen Zukunftsplänen.

Berufe

Biotechnologe/-in ETH

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