Manuel Willi, Lernender Elektroinstallateur EFZ

Der Besuch einer Berufsschau und eine Schnupperlehre überzegten Manuel Willi: eine Lehre als Elektroinstallateur ist das Richtige für ihn. Jetzt, im dritten Lehrjahr, macht ihm die Ausbildung immer noch Spass, wie er Ladina Steinmann im Interview berichtet.

Manuel Willi beim Überprüfen einer Schalt- und Verteilanlage

Manuel Willi beim Überprüfen einer Schalt- und Verteilanlage einer chemischen Anlage. Bild: Ladina Steinmann/BüWo

Du machst bei Ems eine Lehre als Elektroinstallateur im dritten Lehrjahr. Warum hast du dich entschieden, eine Berufslehre zu absolvieren?
Ich habe mich um eine Berufslehre gekümmert, damit ich, wenn ich aus der Schule komme, Geld verdienen kann. Ich wollte nicht weiter zur Schule gehen.

Wie bist du auf diesen Lehrberuf gekommen?
Ich war bei der Ems-Chemie an einer Berufsschau und habe mir verschiedene Berufe angeschaut. Weil mir der Beruf des Elektroinstallateurs sehr gut gefallen hat, habe ich mich hier für eine Schnupperlehre beworben.

Hast du eine Schnupperlehre gemacht? Wo?
Ich habe nur als Elektroinstallateur geschnuppert: wie bereits erwähnt ein Mal hier und ein Mal bei der Elektro Lämmli AG in Domat/Ems.

Was gefällt dir an diesem Lehrberuf?
Für mich ist wichtig, dass ich sehe, dass Strom immer gebraucht wird, dass ohne Strom nichts läuft - das fasziniert mich auch. Hier bei Ems gefällt mir die Zusammenarbeit mit anderen Leuten. Die Tätigkeiten in diesem Beruf sind vielfältig. Es gibt jeden Tag etwas Anderes zu tun, und man wird geistig und körperlich gefordert. Da ich nicht gerne im Büro sitze, ist dieser Beruf super für mich.

Warum hast du dich bei Ems um eine Lehrstelle beworben?
Mir hat es hier bereits in der Schnupperlehre sehr gut gefallen. Aus meinem Privatleben habe ich schon einige Leute gekannt, die hier arbeiten, und ich konnte während meiner Schnupperlehre mit Einzelnen von ihnen auch zusammenarbeiten - was lässig war.

Welche Tätigkeiten übt man in diesem Lehrberuf hauptsächlich aus?
Wie bereits gesagt, ist dieser Beruf vielfältig: vom einfachen Kabelziehen bis hin zu komplexen Steuerungen, die verdrahtet werden müssen, wie beispielsweise Transport-Rollenbahnen.

Würdest du einem Kollegen/einer Kollegin diesen Lehrberuf empfehlen? Warum?
Ich würde diesen Beruf mit Sicherheit weiterempfehlen, weil er für mich passt, der richtige ist. Man muss aber überzeugt sein, dass man diesen Beruf auch ausüben will und ihn nicht nur lernt, weil man ihn lässig findet. Weil er recht streng ist, sollte man auch genügend motiviert sein, um die Lehre bis zum Schluss durchzuziehen.

Machst du parallel zur Lehre auch eine BMS?
Nein, mache ich nicht. Ich habe mir gesagt, dass die Schule sonst schon streng genug ist. Man muss dafür viel Zeit investieren, dann schafft man es auch. Ich habe mir auch über Weiterbildungen Gedanken gemacht und festgestellt, dass es auch ohne BMS genügend Möglichkeiten gibt. Und wenn sie unbedingt benötigt wird, kann sie immer noch nachgeholt werden.

Hast du schon Pläne, wie es nach der Lehre weitergehen soll?
Gross habe ich mich damit noch nicht beschäftigt. In jedem Fall möchte ich mit meinem Lehrmeister besprechen, was es für Möglichkeiten nach der Lehre gibt. Nach der Lehre kommt eventuell noch das Militär, was ich im Moment nicht genau weiss. Zuerst möchte ich aber in den ersten paar Monaten nach der Lehre Geld verdienen, damit man finanziell auch andere Möglichkeiten hat, wenn es um die Weiterbildung geht.

Viele Lehrbetriebe legen grossen Wert auf Disziplin und Leistung. Wie merkst du das während der Lehre?
Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er tut. Je disziplinierter und leistungsorientierter jemand arbeitet, desto mehr Verantwortung und auch mehr Lohn wird er bekommen, desto mehr wird er von seinen Mitarbeitern und Vorgesetzten respektiert. Disziplin und Leistung sind bei uns sehr wichtig, und das merkt man dann auch.

Quelle: Das Interview führte Ladina Steinmann, es erschien in der Bündner Woche büwo vom  21.07.2010. Den vollständigen Artikel mit zusätzlichen Angaben zur Berufsausbildung kannst Du hier als PDF herunterladen.

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