Michaela Caviezel, Kunststofftechnologin und Studentin Systemtechnik

Eine Lehre als Kunststofftechnologin, eine Profi-Karriere im Kart-Sport, und jetzt noch ein Studium der Systemtechnik: bei Michaela Caviezel ist ganz schön was los. Einzelheiten verrät sie hier im Interview mit Ladina Steinmann.

Michaela Caviezel gewinnt 2005 an den Schweizer Meisterschaften das Rennen

Technik auch in der Freizeit: Michaela Caviezel gewinnt 2005 an den Schweizer Meisterschaften das Rennen in Chiavenna/Italien. Bild: Ladina Steinmann/BüWo

Michaela Caviezel

Michaela Caviezel. Bild: Ladina Steinmann/BüWo

Frau Caviezel, Sie haben bei der Ems- Chemie eine Lehre als Kunststofftechnologin abgeschlossen. Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an Ihre Lehrzeit zurückdenken? Es waren vier schöne und lehrreiche Jahre. In diesen vier Jahren habe ich viel gelernt, um selbstständig arbeiten zu können. Daran erinnere ich mich gerne.

Würden Sie den Lehrberuf Kunststofftechnologin wieder wählen? Wenn ja, warum? Ja, auf jeden Fall. Ich konnte in den vier Jahren viel über Kunststoff lernen. Und Kunststoff hat mich schon seit meinem 16. Lebensjahr interessiert. In der Ems-Chemie hatte ich Einblicke in fast jedes Verfahrensgebiet des Kunststoffs. Der Kunststoff interessiert mich immer noch sehr. Darum habe ich diesen Beruf gewählt und würde ihn auch noch einmal lernen.

Parallel zur Lehre haben Sie auch die Berufsmittelschule besucht. War das eine grosse Belastung für Sie? Schon beim Lehrantritt wusste ich, dass ich den Abschluss an einer Fachhochschule machen will. Die Ems-Chemie bot mir die Möglichkeit, die Berufsmittelschule zu machen. Diese Chance wollte ich nutzen, obwohl es sehr anstrengend war, Lehre und Schule zusammen durchzuziehen - besonders in den letzten beiden Jahren.

Was haben Sie seit Ihrem Lehrabschluss gemacht? Ich habe jetzt, nach dem Lehrabschluss an der NTB, das heisst Interstaatliche Hochschule für Technik in Buchs, den Vollzeit- Studiengang Systemtechnik belegt.

Heute haben Sie bereits die ersten beiden Studienjahre am NTB hinter sich. Was gefällt Ihnen an der Systemtechnik? Es ist ein sehr abwechslungsreiches Studium. Die Themenvielfalt im Studiengang Systemtechnik an der NTB ist sehr gross. Mir gefällt, dass ich nicht eingleisig im Beruf stehe, denn ich habe nach dem Studium eine Ausbildung in Informatik, Elektronik und Mechanik. Das ist einzigartig an der NTB und das gefällt mir.

Haben Sie bereits Pläne für die Zeit danach? Das Grundstudium habe ich bereits im letzten Jahr abgeschlossen. Zurzeit arbeite ich an der Vertiefung des Grundstudiums. In einem Jahr möchte ich als Bachelor abschliessen. Danach werde ich berufsbegleitend den Master-Abschluss machen. Das wäre dann der «Master of Advanced Studies» im Bereich Kunststofftechnik. Dann würde ich auch gerne bei der Ems-Chemie arbeiten.

Während Ihrer Lehrzeit haben Sie es im Kart-Sport bis zu den Weltmeisterschaften gebracht. Haben Sie heute noch Zeit für Ihr Hobby? Nach der Lehrzeit, das heisst im Jahr 2008, habe ich aus Zeitgründen meine Profikarriere nach 14 Jahren beendet. Mit meinem Vater zusammen, der mich sehr unterstützt hat, habe ich nun einen Schaltkart gekauft. Wir fahren nun noch als Hobby im Sommer zusammen einige Rennen.

Welchen Ratschlag würden Sie einer Kollegin/ einem Kollegen geben, der Systemtechnik studieren will? Sie müssten bereit sein, viel Zeit, auch Freizeit, in das Lernen zu investieren. Im zweiten Jahr kann ich nur sagen, dass das sich lohnt. Es ist so interessant, dass man eigentlich nicht merkt, dass bereits die drei Studienjahre durch sind, die man benötigt, um das Master-Diplom zu machen.

Quelle: Das Interview führte Ladina Steinmann, es erschien in der Bündner Woche büwo vom  18.08.2010. Den vollständigen Artikel mit zusätzlichen Angaben zur Berufsausbildung kannst Du hier als PDF herunterladen.

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