Regina Frei (28): Roboter-Ingenieurin und KIDSinfo-Präsentatorin

Neben meinem Doktorat setze ich mich auch für KIDSinfo ein. Wir ermöglichen Mädchen und Jungen in der 4. bis 6. Klasse, die Welt der Technik zu entdecken. Frauen in technischen Berufen erzählen von ihrer Arbeit und machen praktische Arbeiten mit den Schulklassen.

Regina Frei

Lausanne, Schweden, Lissabon, London - und das alles im Studium. Wo führt mich wohl mein erster Job hin? Bild: Regina Frei

Mikrotechnik an der EPFL

Ich habe an der ETH Lausanne (EPFL) Mikrotechnik studiert; das ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Bereichen wie Maschinenbau und Robotik, Elektrotechnik und Elektronik, Informatik, Produktionsmanagement und sogar Biotechnologie und Nanotechnik, je nach Interesse der Studentin oder des Studenten. Ich habe mich für den Schwerpunkt Montage- und Produktionstechnik entschieden, weil es mich interessiert, wie die Sachen, die wir alle täglich benutzen, denn in den Fabriken hergestellt werden, und wie uns die Roboter dabei helfen können.

Eine Ingenieurin auf Wanderschaft

Nebst meinem Interesse für Technik wollte ich auch meine Freude an Fremdsprachen nicht vernachlässigen. Darum war es optimal für mich, in Lausanne auf französisch zu studieren. Meine Diplomarbeit machte ich in Schweden, und ich nutzte die Gelegenheit, schwedisch zu lernen. Als mir ein Doktorat in Lissabon angeboten wurde, musste ich mich entscheiden zwischen dem "Abenteuer Portugal" als Studentin und einem sicheren, gut bezahlten Job als Ingenieurin in der Schweizer Uhrenindustrie; den Vertrag hatte ich bereits unterschrieben. Meinen Entscheid für Lissabon habe ich bis heute nicht bereut, zumal ich nach zwei Jahren in Lissabon nun portugiesisch kann. Für die zweiten zwei Jahre meines Doktorates bin ich nun in London, und kann mein Englisch weiter verbessern. Wohin mich wohl mein erster Job bringt??

Eine Zukunft in der Forschung

Ende 2009 werde ich meine Doktorarbeit abgeben. Ich entwickle darin Ideen und Konzepte, wie Roboter, die Produkte zusammensetzen, selbständiger arbeiten könnten - wie sie sich eben selber organisieren, statt dass wir alles von Hand programmieren müssen. Roboter sollen nicht unsere Sklaven sein, sondern unsere Partner, und sie sollen den Menschen vorschlagen, wie man ein Problem am besten lösen könnte. Das ist natürlich keine einfach zu lösende Aufgabe, und ich habe in meinem Doktorat noch keine definitiven Antworten gefunden - erst ein paar Ideen. Darum möchte ich in den nächsten paar Jahren weiter daran arbeiten.  

KIDSinfo - Die zukünftigen Kolleginnen von Daniela Düsentrieb

Ich bin eine der Ingenieurinnen, Architektinnen und Wissenschaftlerinnen, die Schulklassen besuchen. Wir Frauen erzählen von unserer Arbeitswelt, diskutieren, was Technik eigentlich ist, und wie man einen technischen Beruf lernen kann. Wir bauen einen LEGO-Turm und überlegen uns, wie man ihn bauen muss, damit er nicht umfällt, wenn es stürmt. Zum Schluss besprechen wir die Elektrizität und basteln ein elektrisches Fragespiel, das ihr dann in der Schule behalten dürft.
Ihr werdet sehen, dass technische Berufe eben für Mädchen und Jungs interessant sein können, und dass es in der Technik auch viel Kreativität und gute Ideen braucht. Mehr findest du auf KIDSinfo. Wenn du uns in deine Klasse einladen möchtest, dann füll einfach das Anmeldeformular aus!

Weiterführende Links:

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Mikrotechnik an der EPFL

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