Sandra Hauser (29), Chemie-Ingenieurin in einem Agro-Business-Unternehmen

Ich bin Ingenieurin geworden, weil mir das praktische an diesem Beruf gefällt. Da ich in einem international tätigen Unternehmen arbeite, kann ich Fremdsprachen täglich anwenden.

So sieht ein Acker nach einer Herbizidbehandlung aus.

So sieht ein Acker nach einer Herbizidbehandlung aus. Herbizide sind Unkrautbekämpfungsmittel. Bild: Anton/WikimediCommons, CC-Lizenz

Sandra Hauser

Sandra Hauser. Bild: Syngenta

Mathematik, Physik und Chemie haben mich schon immer interessiert. Ich wollte aber etwas studieren, das mir ermöglicht, all diese Naturwissenschaften praktisch anzuwenden. Und so bin ich bei den Ingenieurwissenschaften gelandet. Und das, obwohl in unserer Familie niemand Ingenieur ist. Aber das war einfach das, was mich am meisten interessiert hat.

Studiert habe ich in Deutschland, dort bin ich aufgewachsen. Dann habe ich mich in Richtung Verfahrenstechnik spezialisiert. Das ist ein sehr ähnliches Studium wie das der Chemie-Ingenieure. Unsere Aufgabe ist es, chemische Reaktionen auf den grossen Anlagen zu planen.

Gut verpackt und richtig produziert

Erst vor wenigen Monaten habe ich hier im Agro-Business-Unternehmen Syngenta eine Stelle begonnen. Mit meinem Team bin ich dafür verantwortlich, den sicheren Transfer der neuen Pflanzenschutzmittel von der Pilotphase in die Produktionsphase zu gewährleisten. In meinem Fall geht es um Herbizide, also um Unkrautvertilgungsmittel.

Zunächst finden unsere Chemiker heraus, wie ein neuer Wirkstoff am besten verpackt wird, beispielsweise ob er in Wasser oder einem anderen Mittel gelöst werden muss, und welche zusätzlichen Stoffe nötig sind, damit er auf der Pflanze optimal wirkt. Wenn die "Formulierung", steht, muss ich überlegen, mit welchen technischen Anlagen wir das Mittel am einfachsten produzieren können.

In der Schweiz, aber doch international

Ein grosser Pluspunkt meiner Arbeit ist, dass ich meine Sprachkenntnisse täglich benutzen kann, denn wir sind weltweit tätig. Ich liebe Sprachen und habe mir sogar einmal kurz überlegt, anstatt Ingenieurwissenschaften Sprachwissenschaften zu studieren. Nun kann ich beides perfekt verbinden.

Da ich auch die Produktion für Firmenstandorte ausserhalb der Schweiz plane, kann ich oft reisen. So helfe ich beispielsweise in Asien bei technischen oder chemischen Problemen, wenn ein neues Pflanzenschutzmittel in Produktion geht.

Ich freue mich auf die kommende Zeit. Da ich ja erst vor kurzem hier angefangen habe, habe ich hier noch einiges zu entdecken.

(*Name von der Redaktion geändert)

Berufe

Chemie- und Bioingenieur/-in ETH

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