„Geisterberührungen“ empfinden dank Spiegelbox (Mirror Box)

Unser eigener Körper ist uns so vertraut wie sonst kaum etwas. Dieses Experiment mit einer Spiegelbox (Mirror Box) zeigt dir aber, dass du sogar deinen eigenen Armen nicht immer trauen kannst ...

Experimentieren mit der Mirror Box

Mit der richtigen Experiment-Anordnung kannst du dir Berührungen an deinem Spiegelbild einbilden. Bild: Brain Days

Eine selbstgebastelte Mirror Box

So sieht deine fertige Mirror Box aus. Bild: BrainDays

Das brauchst du:

  1. Eine Kartonschachtel
  2. Ein Stück Spiegel oder Spiegelfolie (aus dem Bastelladen)
  3. Schere und Kleber

So wird’s gemacht:

  1. Schneide bei der Kartonbox eine Wand heraus (bei ungleichen Seiten die kleinere), damit du in die Box hineingreifen kannst.
  2. Beklebe eine der Seitenwände mit deinem Spiegel oder der Spiegelfolie.
  3. Schiebe jetzt deinen einen Arm in die Schachtel und halte den anderen daneben, so dass er sich an der Stelle spiegelt, an der eigentlich dein Arm in der Schachtel liegt.
  4. Schaue auf das Spiegelbild deines ausserhalb der Box liegenden Armes und lass dich von jemanden am aussenliegenden Arm berühren, z.B. mit einer Feder.
Das Mirror-Box-Experiment

Der Blick in den Spiegel erweckt den Eindruck, die Hand in der Box würde berührt. Bild: BrainDays

Ein Experiment aus der Schmerztherapie

Eigentlich ist die Mirror Box oder auch Spiegeltherapie eine Behandlungsform gegen sogenannte Phantomschmerzen nach einer Amputation. Dabei verspürt der Patient Schmerzen im eigentlich nicht mehr vorhandenen Körperteil. Mit Hilfe der Box wird die gesunde Gliedmasse des Patienten gespiegelt, und somit scheint der amputierte Arm für ihn wieder vorhanden. Dieses Phantomglied kann nun über das gesunde Glied (den anderen Arm) gezielt „bewegt“ und beeinflusst werden. Das funktioniert, weil das Gehirn nach einiger Zeit die Reize so interpretiert, als ob sie vom kranken bzw. amputierten Körperteil (in der Box) kämen.

Quelle: Brain Days

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