Teste die Eigenschaften einer Hygienemaske

Ist deine Hygienemaske ein tauglicher Schutz oder etwa ein billiges Nachahmerprodukt? Normen und Zertifikate lassen sich natürlich auf der Packung nachschauen, aber du kannst auch einige Experimente und Tests selber durchführen.

Handelsübliche Hygienemaske auf einem Tisch

Handelsübliche Hygienemaske. Bild: Redaktion SimplyScience.ch

Das brauchst du:

  • Einweg-Hygienemaske
  • Schere
  • Teelicht oder Kerze mit Ständer
  • Metallzange zum Festhalten der Maske beim Brennbarkeitstest
  • Papierserviette
  • etwas Wasser (direkt vom Wasserhahn)

Am besten arbeitest du in der Nähe eines Spülbeckens auf einer feuerfesten Unterlage (Backblech, Arbeitsfläche aus Stein o. ä.).

Mehr über Eigenschaften, Herstellung und Schutzwirkung der Hygienemasken, die du hier testest, erfährst du im Artikel Das Innenleben einer Maske.

So wird’s gemacht:

Nimm die Maske und beobachte.

Oberer Teil einer Hygienemaske mit gekrümmtem Nasenbügel

1. Ist ein Nasenbügel vorhanden?

Die Maske sollte am oberen Rand einen Nasenbügel haben, mit dem ihre Form deinem Gesicht angepasst werden kann. Beim Anziehen der Maske drückst du den Bügel mit Daumen und Zeigefinger um deine Nase. Wenn du eine Brille trägst, merkst du sofort, ob die Maske gut sitzt – die Brille wird dann weniger beschlagen!

Zerschneide nun die Maske in drei Stücke. Nimm den mittleren Teil und zieh die verschiedenen Lagen vorsichtig auseinander.

Zerschnittene Hygienemaske, bei der die drei Lagen auseinandergezogen und nebeneinandergelegt wurden

2. Hat die Maske mehrere Schichten?

Chirurgische Masken bestehen aus mindestens drei Lagen.

Mittlere Schicht einer Hygienemaske gegen das Licht gehalten, so dass die unregelmässige Struktur der Vlies-Fasern sichtbar wird

3. Ist die mittlere Lage aus Vlies gefertigt?

Schau dir die mittlere Lage gegen das Licht an. Sie sollte aus Polypropylen-Vlies bestehen, das im sogenannten Meltblown-Verfahren hergestellt wird: Dies ist also kein gewebter Stoff, sondern eine Schicht von sehr feinen, wirrgelegten Fasern.

Elektrisch aufgeladene Schicht einer zerschnittenen Hygienemaske, die feine Papierstreifen anzieht

4. Ist die Vlies-Schicht elektrostatisch?

Zerschneide die Papierserviette in feine Streifen. Bring die drei Lagen der Maske in die Nähe der Papierstreifen. Zieht eine davon das Papier an?

linke Bildhälfte: Papier verbrennt in einer Kerzenflamme; rechte Bildhälfte: Polypropylen-Vlies verschmort und schmilzt

5. Ist die mittlere Lage der Maske (das Vlies) aus Polypropylen?

Stell die Kerze auf eine feuerfeste Unterlage und zünde sie an. Nimm mit der Metallzange ein Stück der Papierserviette hoch und zieh es durch die Flamme. Mach dann dasselbe mit dem Vlies aus der Maske. Was beobachtest du?
Während das Papier unter Flammenbildung verbrennt, rollt sich das Vlies zusammen und schmilzt.

linke Bildhälfte: Papier wird unter einem feinen Wasserstrahl tropfnass; rechte Bildhälfte: von einer Hygienemaske perlt ein feiner Wasserstrahl ab

6. Hält deine Maske Tröpfchen zurück?

Dreh den Wasserhahn ganz leicht auf, so dass ein sehr feiner Wasserstrahl herausrinnt. Zieh eine Papierserviette hindurch: Sie saugt sich mit Wasser voll und tropft.

Versuch nun dasselbe mit einem Stück der Hygienemaske, das du noch nicht auseinandergenommen hast: Das Wasser dringt nicht hindurch, sondern perlt von der Maske ab.

Text und Bilder: Redaktion SimplyScience.ch
Quelle: Adios Corona

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