Wie funktioniert ein E-Bike?

Herzstück ist ein Elektromotor, welcher den Velofahrer beim Treten unterstützt. Dazu kommen ein Akku, welcher den Strom liefert, sowie Steuerelektronik und Sensoren.

Selbstgebautes E-Bike

Selbstgebautes E-Bike mit Motor am Vorderrad. In der grossen Tasche am Rahmen befindet sich der Akku und in der kleinen der Geschwindigkeitsmessser. Bild: Mikefairbanks/Wikimedia, CC-Lizenz

Herzstück eines E-Bikes ist ein Elektromotor, welcher den Velofahrer beim Treten unterstützt. Was wir hier E-Bikes nennen, heisst für den Fachmann «Pedelec» (verkürzt für den englischen Begriff Pedal Electric Cycle). Im Gegensatz zu einem Töffli, fährt der Pedelec nämlich nicht von alleine. Man muss in die Pedale treten. Der Pedelec verfügt – neben robusten normalen Velokomponenten wie einem Rahmen oder Rädern – über einen Elektromotor und einen Akku, welcher den Strom liefert, sowie über Steuerelektronik und Sensoren.

Wie wird der Motor eingeschaltet? Dazu bekommt die Steuerelektronik ein Signal eines Sensors. Dieser ist entweder ein Kraftsensor, welcher die Kraft des Velofahrers auf das Pedal erfasst, oder ein Schwellwertschalter, welcher die Drehbewegung der Pedale misst. Für die Steuerung während der Fahrt braucht es zusätzlich einen Sensor, der die aktuelle Fahrgeschwindigkeit ermittelt. Aus den Signalen berechnet die Steuerung die Unterstützung, welche der Elektromotor dem Velofahrer geben soll.

Die meisten Pedelecs haben mehr als einen Unterstützungsmodus. Ist man fit, will man weniger Unterstützung, ist man schlapp, braucht man mehr. Auswählen kann der Velofahrer die Unterstützungsmodi meistens über ein Display, das an der Lenkstange befestigt ist. Das Display zeigt auch Weiteres an, beispielsweise wie stark der Akku noch geladen ist.

"Langsamere" Pedelecs fahren bis 25 km/h. Es genügt eine normale Velovignette. Mit den schnelleren "Speed Pedelecs" sind höhere Geschwindigkeiten möglich. Dann brauchts allerdings auch eine Mofanummer – und den entsprechenden Führerausweis.

Quelle: Technoscope 2/09: Die Mobilität von morgen. Technoscope ist das Technikmagazin der SATW für Jugendliche

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fungaro schrieb:

interessant